Fastenzeit

Schnee von gestern

und keiner kann mehr meinen stundenlangen morgendlichen Einsatz an der Front von Schnee und Eis würdigen..

Fastnacht ade..

ist ja auch schon ein paar Tage her..

Begonnen hat die FASTENZEIT !!

Wegen der Figur und so – und weil ja auch alle guten Neujahrsvorsätze längst SCHNEE von GESTERN sind..

Frühsport

Vor dem Schlafengehen war es mir schon klar: In spätestes 4 Stunden ist die Nacht rum. Weil ja Eigentum verpflichtet. So lautet doch die Parole unserer Besorgnis erregender, momentan leider im Aufwind befindlichen, Ver- Gebots- und Forderungs Parteien.

Ich habe nichts dagegen zu 50m Schneeräumen verpflichtet zu sein. Eher gegen das Salzstreuverbot. Was der Gemeinde recht ist, ist leider dem Zahler der Anliegerkosten verwehrt. Darüber hinaus ist es angeblich nicht gestattet, die vom Schneepflug auf den Bürgersteig geschaufelten Schneemassen wieder (mühsam) zurück auf die Straße zu befördern. Vielleicht sollte ich ja wirklich den Schnee portionsweise im Suppentopf kochen und als Heilwasser verkaufen..

Mit solchen Sorgen brauchen sich künftig die Bürger, die sich ja (im Gegensatz zu den Sauen den Schlachter) ihre Regierung selbst wählen dürfen, verschont bleiben. Da hat doch „unser Toni aus Sauerlach“ gerade in einem „Spiegel“ Interview die hinter der grünen Maske verborgene, wahre hässliche Fratze durchblicken lassen: Ein Verbot des Neubaus von Einfamilienhäusern ist geplant. Zu all den anderen Verboten, die dann auch noch der „Philosoph“ und die „Kanzlerlehrlingsfrau“ im Köcher haben. Der Toni wohnt bestimmt gerne und in loeblicher Vorbildfunktion umgeben von 80 Prozent MultiKulti, im kuscheligen Plattenbau. Erwartungsgemäß hat ein Frontmann einer knallroten Vereinigung sich nicht entblödet, solche Gedanken in sein eigenes Repertoire zu übernehmen..

Blick aus dem Fenster um 8:00 Uhr – ich habe fertig

Wie dem auch sei, dank meines fortgeschrittenen Alters wird mir manches erspart bleiben. Dass ich das nur nicht mehr erleben muss – hoffe ich.

Da schaufele ich lieber Schnee und bezeichne das als FRÜHSPORT.

ziemlich kalt, auch bei uns

Willkommenen Gäste steht unser Haus stets offen und für die kleinen Gäste gibt´s sogar ein eigenes Häuschen. Keiner soll hungern und frieren (wobei ich noch überlege wie man so einen kleinen Bungalow beheizen könnte).

Zugefroren ist das Becken im Wismarer Alten Hafen und zu unserem Bedauern gab es diesmal keine Fischbrötchen. Wobei das Verzehren bei diesen Temperaturen doch etwas unkommod sein könnte – und die schmecken nun ´mal am besten aus der Hand. Aber mit Handschuhen essen??

Ebenfalls in unserer näheren Nachbarschaft liegt Schloss Willigrad, eine Perle der mecklenburgischen Schlösserlandschaft. Am Steilufer des des Schweriner Sees. Ein Blogger, der es zutiefst bedauert nicht in dieser schönen Gegend ansässig zu sein, fragte nach den Eisverhältnissen auf dem See:

Zugefroren, aber die Tragfähigkeit habe ich nicht überprüft (bin ja keine Held und für´s Eistauchen mögen sich andere Leute begeistern.). Auf dem ersten Bild sieht man die kleine Insel, die wir ja im Sommer (oder zumindest eisfrei) öfters mit unserem kleinen Bötchen umrunden.

Über allem wacht der „Schlossherr“. Und der hat schon ganz andere (Eis)Zeiten erlebt. Unser jetziges „Land zum Leben“ gibt es ja erst seit der Wende..

Winterzeit in Bad Kleinen

Kaum zu glauben: Es muss nicht unbedingt Bad Gastein, St. Moritz oder Chamonix sein (hätte ich früher auch nicht geglaubt😊). Reiseeinschränkungen haben eben auch etwas Gutes. Man besinnt sich auf die eigene Region und entdeckt vieles, das bisher überhaupt nicht richtig wahrgenommen wurde. Mir jedenfalls, geht es so.

Bad Kleinen, im reizvollen Nordwestmecklenburg gelegen und immer noch ein bedeutender Eisenbahn Knotenpunkt (die Signale als Symbol und im Wappen deutet ein Flügelrad in offenem Flug auf dessen Eisenbahngeschichte hin), zeigt sich auch im Winter als Erholungsort.

Entlang des Schweriner Sees und in unmittelbarer Umgebung des Ortes ist es ein wahres Vergnügen auf Spaziergängen in Ruhe „Natur Pur“ zu genießen.

Umständehalber ist es in diesem Jahr noch etwas ruhiger. Ein wenig fehlen sie ja schon, die Touris. Und wenn sie im Sommer nicht wiederkommen, was man sich eigentlich nicht vorstellen kann, dann fahren sie zumindest vorbei (und bereuen ihren Entschluss woanders Urlaub zu machen). Ohne Bad Kleinen geht mit der Eisenbahn nämlich seit 1870 gar nichts..

Lübeck – Schwerin -Bad Kleinen – Rostock oder auch Berlin – Kopenhagen. Unter Umfahrung Hamburgs entsteht gerade eine wichtige Zulaufstrecke in den Osten. Dafür hat die Bahn bereits 165 Millionen ausgegeben. 700.000 Thaler (umgerechnet 33.600 Euro) genehmigte seinerzeit Großherzog von Schwerin, Friedrich Franz II, für den Bau der ersten Bahnstrecke. Vielleicht nur deshalb etwas (!) günstiger, weil damals kein Gnadenbrot für abgehalfterte Politiker das Etat belasteten. Und es auch keine überzogenen Gewerkschaftsforderungen gab.

deo volente

Einen traumhaften Blick auf See oder Schloss (je nach Büro Lage) haben sie, unsere Volksvertreter. Da kann man bestimmt (im wahrsten Sinne des Wortes) herrlich (!) seiner Pension entgegenträumen.

Auf einer in den Schweriner See hineinragenden kleinen Landzunge (ganz früher war das sogar einmal eine Insel), befindet sich ein 170 m langer, im klassizistischen Stil errichteter Gebäudekomplex mit vier Flügeln, die damit einen geschlossenen Innenhof beherbergen.

Erbaut 1838 -1842 von dem Star (und Stadt) Architekten Demmler, der ja halb Schwerin verschönerte. Dieses Mal hatte er eine besondere Nuss zu knacken: Um in dem sumpfigen Gelände überhaupt etwas bauen zu können, mussten erst einmal Tausende Eichenpfähle eingerammt werden. Aber das war bei dem viel, viel älteren Schloss ja auch notwendig.

Das Ganze hatte der Großherzog Paul Friedrich so gewollt. Er war ein großer Pferdeliebhaber und braucht für sein Hobby eine Garage (?) – nein, nein das Auto wurde ja erst 1886 erfunden und da brauchten dann viel mehr Pferde deutlich weniger Platz. Einen MARSTALL ließ sich der Herzog bauen, mit Ställen und Räumen für die Bediensteten und in unmittelbarer Nähe seiner Residenz.

Es war die Zeit der Künstler Lortzing, Hebbel, Pacinini und Verdi. Letzterer erlebte ausgerechnet in der Mailänder Scala einen totalen Verriss und beschloss daraufhin nie mehr eine Oper zu schreiben.. Von wegen Oper, die Semperoper wurde 1839 nach dreijähriger Bauzeit fertig (brannte aber schon 1869 wieder ab). Und, für einige ja ganz wichtig, auf Helgoland schrieb von Fallersleben: Das Lied der Deutschen.

Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur, sowie Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und Soziales, liest man heute an der Haustür.

Was die darin jetzt bloß alle machen? Theater und Museum haben bekanntlich geschlossen und die Schulen nur begrenzt geöffnet. Die Arbeit ist auch für viele verboten. Manche waren, sind und werden immer etwas gleicher sein (trotz, oder auch wegen Ministerium) und „übersozial“ sind sie ja schon immer gewesen, die roten Damen und Herren, die schwarzen nicken eh ´ bloß ab, dank der abgepressten Gelder (verniedlicht auch Steuern genannt), ihrer wenigen noch arbeitenden Untertanen. Und auch dem, eigentlich schon einmal versteuerten, der Rentner.

Was die bloß machen, deren Lebensinhalt und natürlich auch Lebensunterhalt von der Kunst abhängig ist? Von Almosen wollten die bestimmt nicht leben und der nicht monetäre Lohn eines jeden Künstlers, der Applaus, der fehlt doch total.

An Sylvester 2019 (!) waren wir (in alter Tradition, egal an welchem Wohnort) das letzte Mal in den Räumlichkeiten des Staatstheaters zu Gast. Die letzte Aufführung der Sommer Festspiele war Anatevka. Lang ist´s her..

Es wird schon weitergehen, deo volente

Kontrollbesuch

Grau in Grau war es die letzten Tage. Bei so einem Wetter ist es zuhause ja wirklich am schönsten. Doch gestern gab es einen Lichtblick und der erinnerte: In zwei Monaten ist ja schon Frühlingsanfang und die Saison beginnt.

Wenn es denn mit dem Impfen klappen sollte. (Nein. ich gehöre nicht zu denen, die unserer Regierung und insbesondere einem besonderen Vortragskünstler, Missmanagement vorwerfen – geht ja auch nicht, da gibt es offensichtlich gar kein Management). Vielleicht hätte man dem Herrn Minister ja freundlicherweise ´mal stecken können, wie viele Einwohner unsere Republik hat. Die mathematische Aufgabe, dann für zwei Impfung zu disponieren, hätte er ja delegieren können.

Da muss man einfach ´mal raus und nachsehen ob da im Kleinen wenigstens alles richtig läuft. Aus bekannten Gründen ist bei uns derzeit das Verkehrsaufkommen ja wirklich überschaubar. Aber schon beim Verlassen einer der schönen Alleenstraßen, die sich wie ein grünes Band durch ganz Mecklenburg-Vorpommern ziehen, kam das erste Erschrecken.

Ich bin ja Stadtmensch und habe keine Ahnung von Ackerbau & Viehzucht, aber die gerade bearbeiteten Bäume regten schon zum Nachdenken an. Wie viele Jahre wird es dauern, bis sich da wieder ein grünes Dach über dem Sträßchen wölbt.

Der See liegt in der Sonne, wie immer unbeeindruckt von allem um sich herum und bietet den, für uns inzwischen ja schon gewohnten und sofort in Urlaubsstimmung bringenden Anblick, der mich vor drei Jahren auch dazu motivierte mir ein kleines Bötchen zuzulegen. Weil ich inzwischen ja Dauerurlaub habe.

Die Schwanen Bagage hat gerade ohne Maske (!) einen Landgang gemacht und es ist immer wieder interessant, dass die sich so gut verstehen. Aber auch, wie nahe man an die herankommen kann. Wird bestimmt wieder lustig im Sommer, wenn die dann meinen, unser weißes Bötchen wäre einer der Ihrigen und wollen damit spielen.

Noch hängt das Teil über dem Wasserspiegel. Im Dezember waren wir ja einmal kurz auf dem See herumgekreuzt und falls das mit der Sonne wieder öfters klappt wird auch gleich der Motor gestartet..

Wir haben fertig – liegt nur noch am Wetter!

Das Dorf, das einem ganzen Land seinen Namen schenkte

Hinweistafel in der Dorfmitte

Auch wenn Dorf Mecklenburg nicht gerade der Nabel der Welt ist, erlebt hat es schon Einiges. Ist ja auch alt genug und schon lange vor einigen, heute größeren Städten, wie wie z.B. Hannover (1150), München (1158), Oldenburg (1108), Moskau (1147), oder Berlin (1280) erstmals urkundlich erwähnt. Beispielsweise von einem Gelehrten und arabischen (!) Handlungsreisenden namens Ibrahim Ibn Jacub, der bezeichnete es als Nakons Burg. Recht interessant, woher die Besucher der kleinen Ansiedlung damals schon kamen. Die Burg wurde übrigens bereits in der ersten Hälfte des 7 Jhd. erbaut. Später wandelte sich der Name zu Mikelenborch (was bei den Obotriten „große Burg“ bedeutete) und dann zu Mecklenburg. Die Burg wurde nach mehreren Zerstörungen im Jahr 1256 abgerissen und das Material für den Bau des Wismarer Fürstenhofes verwandt. Der steht noch und beherbergt das Amtsgericht.

Die Kirche des Dorfes stammt aus dem 14. Jhd. und ist, bis auf den einzigartigen Turm mit seiner Wabenstruktur, recht schlicht in der hier üblichen Backsteingotik gehalten. Im Inneren begeistern der, 1620 vom Herzog Adolf Friedrich I gestiftete, Altaraufsatz und die dazu passende Kanzel. Vielleicht beruhigte der Herzog damit sein Gewissen für den Steineklau. Schließlich war er damals ja auch Bauherr des Fürstenhofes in Wismar. Die Holz Kassettendecke aus dem 17. Jhd. ist mit Motiven aus der Bibel und Ornamenten bemalt.

Dorf Mecklenburg liegt an der B 106, zwischen der Hansestadt Wismar und Schwerin, der Landeshauptstadt Mecklenburg – Vorpommerns.

Und nur am Rande: Bismarck irrte mit seiner Bemerkung „Wenn die Welt untergeht, so ziehe ich dahin, da geschieht alles 50 Jahre später„. Mecklenburg gab es ja schon ein paar hundert Jahre – da war an Berlin noch gar nicht zu denken.

Andererseits: Wo anderswo, lt. fanatischer und gewerbsmäßiger Umweltschützer (ich meine damit „ganz Bestimmte“ – Natur- und Umweltschutz geht uns sehr wohl alle miteinander etwas an), Industrie und Klimawandel den Weltuntergang ja doch bereits eingeläutet haben:

Hier lässt es sich dann also auch noch mindestens 50 Jahre länger leben..

Hinweis: Auf ex heimatlichen Wunsch wiederhole ich, in gekürzter Fassung, einige Beiträge aus meinem umständehalber gelöschten, vorjährigem Blog.

Geht nicht, noch oder doch..

„In Zeiten wie diesen“– haben wir aber ganz schnell die Gelegenheit zu einem Kurzbesuch in das 20 km entfernte Schwerin genutzt. Ging, weil für uns noch erlaubt.

Um den alten Obotriten Fürst Niklot und König Franz zu besuchen. Die derzeitige Landesmutter eher nicht. Die ist ja auch momentan zu sehr mit dem Geldzählen für ihre neue, in der Schweiz etablierte, Mogelstiftung beschäftigt. So (zunächst) rund 20 Millionen sind von der Schröder/Putin Company (sorry, korrigiere mich sofort auf Nordstream) ja bereits zugesagt..

Museum geht nicht und das „richtige“ Theater auch nicht. Dafür wird ja im „weißen Haus“ ein Schmierentheater aufgeführt. Damit überhaupt etwas im Land geht und MV weiterhin „gut tut“. Schade, war doch die absolut schlechteste Inszenierung im Schweriner Staatstheater bisher, die wir uns für unser gutes Geld antuen mussten, im vorletzten Jahr „Shakespeares Sommernachtstraum“, (in moderner Fassung ohne jeglichen Shakespeare Bezug). Hätte nicht gedacht, dass es noch weiter nach unten gehen kann. Im Haus nebenan, fußläufig nur 3 Minuten entfernt.

Endlich einmal ansehen, konnten wir die moderne Raubritterburg, die aus einer ehemaligen Kaserne entstand. Und das dazugehörige Ministerium. Da verblasst das Märchenschloss ja fast.

Wo alles so schön rot ist, fehlt aber noch das schwarz / bunte. (von dem kleinen bisschen schwarz im MV Landtag ist die Farbe einfach zu sehr abgeblättert). Man findet die Farbe in ansprechenderer Version im Schlossgarten.

Mein, im letzten Sommer neu gewonnener, Freund (der Schwan aus Lübstorf) hat wohl via handy unseren Besuch angekündigt. Sein Kollege hat uns begrüßt. Weil die beiden inzwischen feststellen konnten, dass mir die Weißen am liebsten sind. Gibt´s noch nicht? Einfach ärgerlich, dass ich zu alt bin – ich hätte sie gründen sollen..

Wiederkommen werden wir, von gaanz dahinten. Auf dem Wasserweg. Versprochen!

Weihnachten 2020 – Wismar

„Die Botschaft les ich wohl, allein mir fehlt der Glaube“ , frei nach meinem Frankfurter „Ex Nachbar“ Johann Wolfgang von Goethe..

Leere Straßen, am Weihnachtsfeiertag um 12:00 Uhr mittags. Gerade ´mal 4 Autos auf dem Parkplatz. Eine Stadt in Ohnmacht.

Der, von der Marienkirche im Bombardement des 2. Weltkriegs übriggebliebene, Turm hat schon Schlimmeres erlebt. Wie ein mahnender Zeigefinger, verweist er auf die Einhaltung der erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Seuche.

..the show must go on – Frohe Weihnachten !