VARESE – April 2021

Varese, im Nordwesten, am Fuße des Bergmassivs Campo dei Fiori, in der nordwestlichen Lombardei und nahe des Lago Maggiore gelegen, ist eine der größten Städte dieser Region. Varese trägt auch den Namen „Gartenstadt“ (Citta Giardino). Und das nicht ohne Grund. Es gibt hier ein große Anzahl von Parks und öffentlich zugänglichen Gärten. Dazu noch viele Palazzi, Villen und natürlich auch Sakralbauten.

Der Name Varese leitet sich ab von vara und das bedeute bei den Kelten Wasser. Die Lombardei ist schon seit etwa 3.000 v. Chr. Jahren besiedelt und es waren Etrusker, Kelten, Römer und Langobarden, die hier herrschten. Bis dann um 774 die Vasallen des (angeblichen) Ahnherren unseres (hoffentlich nicht) künftigen Kanzlers dieses Reich eroberten. Karl der Große hielt hier (vorübergehend) Einzug.

Varese ist auch eine, dem Sport aufgeschlossene Stadt. Hier fanden bereits zweimal die Rad- Weltmeisterschaften statt und an diesem Wochenende (11.04.2021) gibt es auf dem Lago di Varese die Ruder- Europameisterschaften 2021

Es sind Meisterschaften ohne Publikum und das haben weder die Sportler noch die ausrichtende Stadt verdient. Auch nicht das kleine, aber feine Hotel, direkt am See mit Blick auf die Regattastrecke (unser Besuch liegt schon eine Zeitlang zurück, aber schon damals wurde auf dem See regelmäßig und bis in die Abendstunden trainiert (auf dem Bild kaum noch zu erkennen). Corona hat den Akteuren ihren verdienten Beifall gestohlen.

Varese, da kann man sich in Parks herrlich erholen, auf den Plazzi das pulsierende Treiben beobachten und durch enge Gassen schlendern um stets etwas neues zu entdecken. Und obwohl es hier einige Besuchens werte Museen gibt. Eine tröge Museumsstadt ist es nicht.

Hier wurden bei Aermacci nicht nur Flugzeuge hergestellt, sondern auch absolut noch bei Sammlern beliebte, Motorräder des gleichen Namen, dazu Cagiva und vor allen Dingen werden hier in einer kleinen Fabrik (direkt neben dem von mir gezeigten Hotel) die Träume vieler Motorradfahrer einzeln und penibel, in Handarbeit gefertigt: die (leider auch etwas höherpreisigen) MV Agusta. Mit einer großen Vergangenheit im Rennsport und heute (vielleicht als Spekulationsobjekt) im Besitz des Daimler Konzerns.

Varese 1866

Der dritte italienische Unabhängigkeitskrieg zwischen dem Kaisertum Österreich und dem Königreich Italien tobte noch, zeitgleich übrigens mit dem Preußisch-Österreichischen Krieg (bis Juni), als in Varese Victor Croci geboren wurde. Die Eltern gaben ihrem Sprössling den Namen, der Gewinner bedeutet.

Allzu viel zu gewinnen, gab es aber auch nach Ende des Krieges nicht, zumindest für die kleinen Leute Die mussten wie nach jedem Krieg, erst einmal die Zeche zahlen. Zwar wurde 1870 Rom Hauptstadt Italiens und schon 1880 in Rom die Banco di Roma ins Leben gerufen, aber die war einer anderen Gesellschaftsschicht, als den Crocis, vorbehalten. Italien war damals eigentlich auf dem Weg, eine der ärmsten Regionen Europas zu werden. Das Nord Süd Gefälle erreichte erschreckende Ausmaße und dazu gab es Weltmachtphantasien und Kolonialkriege der in Rom Regierenden – oder eher Parlierenden. Nicht zu wundern dass in dieser Zeit die Welle der Massenauswanderungen begann und allein 1,2 Millionen Italiener wählten als neue Heimat das Deutsche Reich. Der erwachsen gewordene Victor auch. Er war ein Meister seines Fachs und aufgrund seiner Handwerkskunst fand er im neuen Heimatland ein ausreichendes Auskommen.

Der Fußboden des Mailänder Doms zeugt von den Fertigkeiten italienischer „Fussbodenverleger“. So etwas konnte er auch, der im Deutschen Reich neu angesiedelte, Victor. Terrazzo und Marmor waren seine Werkstoffe.

Schade, ich habe ihn nie kennengelernt, meinen Großvater..

April

Er macht was er will. Und von ihm sind wir es ja auch so gewohnt. Er darf das, der vierte Monat des Jahres.

Der erste 1. April (wohl der einzige Tag im Jahr, in denen die Leute vielleicht tatsächlich überlegen, ob so alles stimmt was in den Zeitungen steht oder sonst wie verkündet wird), ist inzwischen, genau wie Ostern: Schnee von Gestern.

Die Formel 1 mittlerweile auch. Jedenfalls für mich. Was von Anfang des „Fernsehens“ an, dem Zuschauer (und Gebührenzahler) frei zugänglich war, soll inzwischen vom werten Publikum extra honoriert werden, Da lobe ich mir den ehemaligen „Macher“ der Serie – Bernie E., der hat da „die Kirche um Dorf “ gelassen.

Mit einem passenden Wahlgeschenk hat uns in MeckPomm unsere Landesregierung zur anstehenden Wahl der Landrätin / des Landrates (oh je, oh je -wo bleiben denn da die „Sonstigen??“) an einem, hoffentlich sonnigen, Aprilsonntag eingeladen. Die seinerzeit knapp (bei geringer Wahlbeteiligung) ins Amt gekommene Inhaberin, könnte sich gegen einen erschreckend farblosen Gegenkandidaten behaupten. Bekanntlich ist unter Blinden die Einäugige Königin. Bei gewünschtem Wetter wird mir sowieso ein Corona sicherer Aufenthalt auf dem See wichtiger sein, als die Karriereförderung einiger Provinzgrössen.

Ganz anders und mit wachsender Bewunderung sehe ich natürlich die unglaubliche Gedankenexplosion eines (selbst erforschten) Nachkommen von Karl des Grossen. Oder vielleicht doch eher von Pippin dem Kurzen. Also von dem Mann, der sich schon als unser nächster Kanzler berufen fühlt (überwiegend von sich selbst).

Der anerkannte Humorist und Ordensträger gegen den tierischen Ernst, wechselt (was inzwischen ausreichend bekannt sein dürfte) ja seine Meinungen schneller, als der April das Wetter. Und dass er jetzt sogar Brücken bauen will (die Worthülse hat ihm ja schon einigen Ruhm eingebracht) – unglaublich..

Es gibt einfachere Wege in den Abgrund.

Fromme Wünsche

Alles Gute, den Besuchern dieser Seite – Bleibt gesund!

Durchfall und Husten zugleich

allen Corona Leugnern, verantwortungslosen Mallorca- und Sonst wohin Reisenden, sog. Ostermarschierern und Pfaffen, denen die Kollekte wichtiger ist, als die Gesundheit ihrer, eigentlich zu hütenden, Lämmer.

Und noch ein paar Leuten, die man auf den Mond schießen könnte..

Die Ohnmacht hält an

Es war ein kurzer Besuch, gestern in Wismar. In der Hafenstadt, in der einer der bedeuteten Regisseure der Stummfilmzeiten, Friedrich Wilhelm Murnau (das war der angenommene Künstlername des Herrn Pumpe aus Kassel), seinen Horrorfilm drehte. „Eine echte Symphonie des Grauens“, war der Untertitel. Eher, für mich, so eine Art Dracula. Mit seinem künstlerischen Auge sah er wohl damals schon in die Zukunft. Auch wenn seine eigene abrupt an einem Telegraphenmast endete. Etwas vulgär und „klassengerecht“ im (gemieteten) Rolls Royce.. Sein 14 jähriger Lover war eben doch noch nicht in der Lage so ein Gefährt sicher zu bedienen (oder, wie man lesen kann, anderweitig beschäftigt..). Murnaus Leichnam wurde nach Deutschland überführt und in Anwesenheit von 11 Personen auf einem Friedhof in Stahnsdorf bestattet, das Grab sogar als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet. Im Juli 2015 wurde makaber und fast in Anlehnung an das Kunstwerk, die ewige Ruhe des Filmemachers von Grabräubern gestört und der einbalsamierte Kopf Murnaus gestohlen. Trotz ausgesetzter Belohnung durch einen Schauspieler blieb (nach meinem Wissen) der Kopf verschollen. Ob sich der Künstler über diese „Ehre“ gefreut hätte wird uns verborgen bleiben.

Aus den Bildern aus meinem Beitrag „Weihnacht 2020, Wismar“ habe ich nur das mittlere ausgetauscht. Um zu zeigen, dass sich seither nichts geändert hat.

Wie denn auch, bei d e n Managern der Krise. Wenn jugendliche Seiteneinsteiger vom Bankwesen in das Gesundheitswesen wechseln, ist eigentlich ja der crash schon vorprogrammiert. Wer jung ist, muss sich doch zunächst einmal um seine eigenen Pfründe kümmern. In diesem Fall hätte jedoch der derzeitige Fachminister in einem anderen Ressort noch viel mehr für seine eigenen Bedürfnisse erreichen können. Missverstanden hat er meiner Meinung nach, dass er mit eigenmächtiger Selektierung, nicht der Herr über Leben und Tod ist und keine Lizenz zum Töten besitzt – übrigens auch nicht eine obskure giftgrüne, Provinzgrösse aus Stuttgart.

Verachtenswert auch jegliche, gegen sinnvolle Auflagen aufschreienden und die Straßen blockierenden, „Querköpfe“, die sich als Mob der Straße dann noch mit der Bezeichnung „Denker“ schmücken. Diese Brut hat ja mit nichts einen Vertrag. Und von Medizin so viel Ahnung, als ich von Ackerbau und Viehzucht. Auch die stets gewaltbereite sog. Linke ist für mich eine, fast der Pandemie ähnliche, Seuche. Voller Polemik und ohne eigene Substanz, eine deren Frontfrauen hat das bei ihrem Auftritt bei Lanz ja gerade wieder bestätigt.

Wann bitte, lässt „der da Oben, wenn´s ihn denn gibt“. endlich Hirn regnen. Auch über sein eigens Personal bitte (mit dem er bekanntlich eh ´ nicht immer ein glückliches Händchen hatte). Da wollen in seltsamer Einigkeit und zunächst auch verständlicherweise, „zufällig“ beide christlichen Konfessionsmanager, aus Angst um entgangene Kollekte- Einnahmen, eine Öffnung der Kirchen an den Feiertagen. Geht´s noch? Des schnöden Mammons Willen den eigentlichen Auftrag vergessen: Ihr sollt Euere Schäfchen hüten und nicht dem Verderben preisgeben..

Man könnte gerade meinen, alles was uns noch bleibt, sind Beschwerdebriefe nach ganz Oben oder der Griff nach einer Dosis Pentoborbithal Natrium – Letzteres geht aber auch nicht, da der Herr Minister immer noch meint, es nicht genehmigen zu müssen. Vielleicht, weil er sich im seinem Größenwahn doch noch als Herr über Leben und Tod fühlt. Oder weil bisher noch keiner seiner Parteigenossen (sorry, bei der schwarzen Clique heißt das ja „Parteifreunde“) ein echtes und allseits lukratives Provisionsgeschäft gewittert hat.

Hinweis: Ich weiß selbst, dass es das letztgenannte Mittel nur in flüssiger Form gibt (derzeit€ 250,–, im Direkt Import, daher provisionsfrei) und hier von der Regierung noch verboten ist (ein Verwaltungsgericht war da aber schon anderer Meinung). Meine Zeilen sollen weder als Empfehlung, noch als Beihilfe zum suizid betrachtet werden.

Ein, offen gesagt, auch von mir nicht befolgter, Trost könnte für Viele ein Blick in einen Bestseller der Weltliteratur sein (Adobe hat geholfen dies etwas symbolhafter darzustellen). Steht aber auch bei uns nur zur Deko im Regal..

were yo there when..

they crucified my lord – were you there, when they nail´d him to the cross

Populär wurde diesen Song als Schlager in der von Johnny Cash gesungenen Version. Es sind die Zeilen eines Negro Gospel Songs aus der Zeit der Südstaaten Sklaverei im 19. Jhd. und der Verfasser ist eigentlich gar nicht bekannt.

Wer, egal, wie er heute dazu steht, jemals eine christliche Erziehung genossen hat, wird sich an die Passionsgeschichte erinnern. An das Abendmahl und den Verrat durch Judas Ischariot. An den Tag der Gefangennahme im Garten von Gethsemane, an die Geißelung und die Dornenkrone. Und an den, seine Hände waschenden, Pilatus. Und nicht zuletzt an die Kreuzigung, mit der dann die Akte Jesu erst einmal geschlossen wurde. Vorläufig. An einem Tag Anfang April, an dem es dann gegen 15:00 Uhr Ortszeit auch gleich ganz schön duster wurde. Vor 1.988 Jahren..

Das von einem Holzschnitzer (dessen Name konnte ich nicht herausfinden) um 1622 gestaltete Altarbild in der Dorfkirche von Dorf Mecklenburg zeigt diese Geschichte in einzigartiger Weise. Eine anschauliche Darstellung aus einer Zeit in der es noch keine Kameras gab. Und sogar in einer 3 D Version.

Das Triumphkreuz, als Zeichen des Sieges über den Tod, gehört ebenfalls zu der großzügigen Innenausstattung des eigentlich nicht besonders mächtigen Kirchenbaus. Es ist direkt über dem Altar platziert, unter einer aufwändigen Holz Kassettendecke. Im 17. Jhd. stifteten der Landesherr und Mitglieder des Schweriner Hofs diese Kostbarkeiten.

Es ist eine offene Kirche und ein Besuch lohnt sich. Für Alle, die damals nicht dabei waren.

Kirch up Platt

Es wäre unvorstellbar, stünde in einem Ort mit diesem Namen keine Kirche. Es ist davon auszugehen, dass sich hier eine Ansiedlung mit dem Namensteil „Stück“ befand. „Stück“ kommt nach Auffassung von Historikern aus dem slawischen Stuke (erinnert an Stukenbrok), Bezeichnung einer alten Feldmarke oder Stock für die Bedeutung „Zusammenfluss“. Möglicherweise ist das aber auch ganz einfach der Name einer im 15. Jhd. ausgestorbenen Adelsfamilie.

Wie die zwei letzten, bereits vorgestellten Dörfer, liegt auch dieses unweit der Landeshauptstadt Schwerin. Inzwischen gehören auch die Dorfkirchen der drei Gemeinden zu einem Verbund (die passende Bezeichnung in der EKD ist mir nicht geläufig). Erwähnt wurde dieses Dorf erstmals 1217 und zwar als sich der Dom von Schwerin einer jährlichen Kornerhebung aus Stück bediente. Das bedeutet, dass auch diese Kirche zu den ältesten im Schweriner Umland gehört. Was wiederum eine andere Überlieferung bestätigen würde: Bereits 1173 (als am Dom in Schwerin der Bischof Berno im Amt und Würden war) hätte es in Kerkstruke einen Pfarrer mit dem Namen Bernadus de Struke gegeben, Wem soll man da glauben? Eigentlich nur dem da Oben, wenn´s ihn denn gibt..

Es ist eine kleine Ortsgemeinde und so prägt die, dem Hl. Georg geweihte, Kirche auch dessen Bild.

Diese gotische Backsteinkirche ist üblicherweise eine offene Kirche, ein Besuch lohnt sich bestimmt. Zu meinem eigenen Verdruss habe ich es in der ganzen Zeit, in der wir nun schon in der Nähe wohnen, nicht geschafft dort an einem Gottesdienst teilzunehmen (ist auch erlaubt für Andersgläubige oder Leute, wie mich, die keiner Konfession angehören).

Es ist bestimmt ein Erlebnis, in dieser Kirche solch einen Gottesdienst zu besuchen, denn 1982 konstituierte sich in diesem keinen mecklenburgischen Dorf eine Arbeitsgruppe mecklenburgischer Pastoren, die eine verloren gegangene Tradition wieder erweckt hat; Das Gotteswort in plattdeutscher Sprache zu erhalten und zu pflegen. Für mich persönlich ansprechender. als das Aufhängen der gerade in Mode gekommenen, Regenbogenwimpel. Aber da muss ich mich genau so zurückhalten, wie alle Kritiker der EKD oder röm-kath. Kirche, die selbst gar keinen Bezug zur Kirche haben.

„In Affstimmung twischen denn Meckelborger Arbeitskrink Plattdüütsch in de Kirch un denn Plattdeutschen kirchlichen Zentrum Kirch Stück in ein online Service för dat Plattdütsche in de Kirch in richt worden“ – was gerade in der Corona Zeit auch Sinn macht. (Wen´s interessiert, lässt sich googeln)

Schon zwei Theateraufführungen in Platt habe ich bereits hinter mir und mittels „eingeborenem“ Dolmetscher das Geschehen auch so einigermaßen verstanden. Eigentlich ist das mit dem verstehen nichts anderes, als wenn ich früher in Köln oder irgendwo in Bayern zu tun hatte ..

Wegen der optischen Ähnlichkeit als Taubenschlag bezeichnet, wurde schon im Alten Rom so ein Kolumbarium. Diese Grabkapelle wurde bereits 1890 errichtet aber 1945 ohne Nutzung aufgegeben. Jetzt, mit viel Förder- und Stiftungsmitteln frisch renoviert, wartet sie auf seine Bewohner. Und da ist dann auch Platz genug für ein paar hundert Urnen. Weil das für mich vielleicht doch noch ein bisschen Zeit hat, habe ich mich auch noch nicht über die Pensionspreise informiert. Wird mich bestimmt mehr kosten, als mein Bootsschuppen. Dann also doch lieber verstreut..

Von solch trüben Gedanken lenkt wie immer ein Spaziergang in der herrlichen Umgebung ab. Und sofort fällt mir, der an jeder Landesgrenze plakatierte Spruch ein, dass Mecklenburg Vorpommern ein Land zum Leben ist.

CRAMONSHAGEN – placiert in der Weltliteratur

Der Name des, etwas abseits von Schwerin gelegenen, kleineren Dorfes gleicht dem  einer bis heute bestehenden Familie des mecklenburgischen Ur Adels. Es dürfte zu den ältesten Dörfern Westmecklenburgs gehören. Im Jahr 1178 wurde der Ort erstmals urkundlich erwähnt  Es waren die „derer von Cremon die bis im 16. Jhd. hier auf ihrem Gut lebten. Ihre Wurzeln sind bis zu Ritter Henricius  de Cramon zurück zu verfolgen. Dessen Name findet man in den Folianten aus 1245, des Grafen Gunzelin II von Schwerin. Später wechselte die Immobilie öfters ihren Besitzer. Und im 18. Jhd. erwarb der Hamburger Kaufmann Johann Friedrich Boehl das komplette Anwesen. Nachdem er darauf ein Herrenhaus bauen ließ, wurde er in den Adelsstand erhoben und seine Söhne in die Ritterschaft des Landes aufgenommen. So einfach konnte man sich damals schon, mit ein wenig „Bimbes“, in die vornehmen Kreise einkaufen.

Der Cramoner See könnte für erholungssuchende Urlauber eine echte Alternative  zum, in der hoffentlich bald Corona freien Zeit, meist überlaufenen Ostseestrand sein. Badelustige und Petri Jünger kommen bestimmt auf ihre Kosten. Und wenn  auch erst wieder die Restaurants in der Umgebung geöffnet sind – dann kann man von einem UrlaubsParadies sprechen..

Uwe Johnson (1934-1984) verbrachte in seiner Kindheit hier, bei seinem Großvater, die Ferientage und hat in seinem Hauptwerk „Jahrestage“ auch diese Dörfer seiner Kindheit und den Cramoner See unverschlüsselt erwähnt. Anders als in „Jericho“, wo man als Ort der Handlung das Dorf Klütz nur vermuten kann.

Etwas näher am / im Paradies wird man sich in der im 14. Jhd. erbauen Dorfkirche fühlen. Einem landestypischen Backsteinbau. Auf dem Kirchturm einträchtig vereint, das (im Bild gerade noch zu erkennende) Kreuz und der Wetterhahn.

Auf dem Kirchengelände gibt es ein wiederaufgebautes Backhaus zu besichtigen und da wir bekanntlich ja alle gleich sind, vor dem da Oben (wenn´s ihn denn gibt..), kommt dann auch bei der Betrachtung der bescheidenen Grabkapelle des Ex Hamburger Kaufmanns wenigstens kein Neid auf.

kein schwarz/weiß Foto, nur Gegenlicht..

Still ruht der See, durch das Gezweige.. – die Worte von Heinrich Pfeil (1835-1899) passen gut zur derzeitigen, umständehalber bedingten, Ruhe.

Alt Meteln, unbekannt

Ich gehe einmal ganz dreist davon aus, dass die wenigsten Leute das von mir heute vorgestellte 1150 Einwohner Dorf kennen. Verständlich, MeckPomm hat eben zu viele reizvolle Orte und um die alle kennenzulernen reichen noch nicht einmal mehrere Urlaube. Da muss man schon hierher ziehen.

Urkundlich erwähnt wird das Dorf bereits 1284, da nahm der Schweriner Graf Helmhold vom Schweriner Bischof mehrere Dörfer zu Lehen. Das bedeutet, dass das Dorf „Metele“ (ursprünglicher Name, vermutlich von Eroberern aus dem Münsterland verliehen) schon länger Bestand hatte und sich die Kirche, in frommer Missionierung, bereits ein Stück vom Kuchen der Arbeitskraft seiner Bewohner schenken ließ. Die Einen beteten und die Anderen arbeiteten. Damals schon.

Der Dreißigjährige Krieg veränderte bekanntlich so Einiges und gerade hier wohl recht viel. Viele Höfe lagen wüst, waren also aufgegeben. Erst als wieder einige Höfe bewirtschaftet wurden, ein Schmied sich ansiedelte und auch endlich eine Kneipe (Dorfkrug) aufmachte, kam wieder Leben ins Dorf.

Überlebt hat über all die Jahre die Dorfkirche, eine im hier üblichen Stil erbaute gotische Backsteinkirche (Backsteingotik) aus dem 14. Jhd. mit einem externen hölzernen Glockenstuhl.

Nach Corona und falls überhaupt außerhalb der Messen wieder zugänglich, möchte ich gerne einmal auch das Innere betrachten. Ist nicht weit weg von unserem neuen Wohnort und vielleicht Ziel eines Radausflugs. Aber nur wenn dann auch eine Kneipe offen hat.

Alt Meteln, sehr bekannt

und zwar in Kreisen der Musikkenner.

Das hier ansässige PIANO-HAUS des Klavierbaumeisters Matthias KUNZE, ein Fachgeschäft für Flügel, Pianos, Cembali u.a. (vor denen ich selbst überhaupt keine Ahnung habe), ist weit über die Landesgrenzen bei Konzertveranstaltern und Künstlern höchst angesehen.

Mit seinen Steinway Konzert Flügeln ist man z.B. Partner der Festspiele MecklenburgVorpommern und des Usedomer Musikfestivals. Man sorgt für den guten Ton und anlässlich eines Besuches vor einiger Zeit, erfuhr ich, dass sogar der Altkanzler Schmidt einst in Hamburg auf einem, von Kunze gestimmten, Steinway Flügel in die Tasten griff. Und Justus Frantz ´s Verbindung mit dem Hause Kunz, versteht sich von selbst. Es gibt nur Wenige, die so ein exklusives Handwerk beherrschen und von der Steinway Academie für so gut befunden werden, um an ihre Produkte Hand anlegen zu dürfen.

Aber es muss nicht unbedingt Steinway sein – auch Normalbürger sind hier bestimmt gut beraten. Vermute ich, denn Ahnung habe ich von Musik so gut wie keine. Ich höre, bzw.. konsumiere einfach was mir gefällt. Gefallen haben mir damals die Erklärungen des Inhabers, die auch für Leute wie mich verständlich waren. Und dazu gab es sogar eine Klang Kostprobe. Ein Dank dem freundlichen Inhaber und auf ein Wiedersehen bei der nächsten RadKunst Tour!

NWM Frühling 2021

Der Frühling war pünktlich. Zumindest bei uns in MeckPomm. Hat vielleicht etwas mit den netten Leuten hier zu tun. Der weiß eben wo man sich wohlfühlen kann. Es ist nun mal ein überaus beliebtes Reiseland – wenn man dann wieder reisen darf..

Da konnte ich nicht widerstehen und nutzte die erste Gelegenheit des Jahres zur Eröffnung meiner eigenen Boots Saison. Kurs Nord West zum Schloß Willigrad. Eine meiner Lieblingsrouten. Nicht zu glauben, dass im letzten Monat noch, aufgrund von Eisbildung, selbst bei strahlendem Sonnenschein keine Ausfahrt möglich war.

Und wen treffe ich auf dem ruhigen See? Meinen Freund den Schwan – oder vielleicht eine Schwänin ? Mit soo einem Blick eher wahrscheinlich. Erinnert an früher.. Oder auch, weil das Biest so neugierig ist. Fehlte gerade noch der Aufstieg über die Badeleiter.

Trotz aller Annährungsversuche habe ich lieber doch keine Streicheleinheiten verteilt und weil der Klügere nachgibt, vorsichtshalber auch erst ´mal den Motor ausgeschaltet. Damit Er / Sie (?) schön Weiß bleibt..

Und weil wir ja Freunde bleiben wollen,

20. März – so eine Art Wandertag

In jedem März wandert der subsolare Punkt (habe mich schlau gemacht: das ist der Ort, in dem die Sonne genau senkrecht im Zenit steht) von Süden nach Norden und sorgt damit auf der Nordhalbkugel für längere Tage und steigende Temperaturen. In diesem Jahr macht ihm anscheinend der lockdown etwas zu schaffen, er wandert offensichtlich etwas langsameren Schrittes..

Diese Wanderung ist uns auch unter dem Allgemeinbegriff FRÜHLINGSANFANG bekannt. Es ist eine Zeit, in der die ersten Pflanzen aus der Erde kommen und die Winterdepressionen, unter denen ja doch einige Menschen meinen leiden zu müssen, vertreiben. Diese lästigen Depressionen sind aber auch oft unter dem Sammelbegriff Winterschlaf einzuordnen. Wissenschaftler behaupten seit langem, dass nach dem Frühjahrs bedingten Aufwachen, der Körper mehr Glückshormone ausschüttet. Ob man denen glaubt oder sich vielleicht auf andere astronomische oder religiöse Festlegungen verlässt, bleibt letztendlich jedem selbst überlassen.

Die Hauptsache man ist (wird) glücklich!

Dazu könnte dem Einen oder Anderen vielleicht GANESHA helfen

Wem dieser, von den Hindus und Buddhisten wohl am meisten geliebten und verehrten, elefantenköpfiger Gott unbekannt sein sollte: Er ist der Sohn Shivas und Parvatis (die kennen bestimmt Alle..). Man nennt ihn den Gott der Weisheit, des Wohlstands und des Glücks.

Wer es genauer wissen will, im Ganapati Atharvashirsa (das ist ein wichtiger Text zu Ganesha) heißt es: „Oh Herr, Du bist die Trinität von Brahma, Vishnu und Shiva. Du bist Indra, Agri un Vayu. Du bist Surya, Chandra und Brahmann. Du bist die drei Welten. Du bist Om„.

Und wer meinen letzten Beitrag gelesen hat: OM gibt es auch in MeckPomm – weit gewandert, sozusagen.

Weil unsere biederen Glückssymbole da nun doch nicht ganz mithalten können, hat man am 28. Juni 2012 in der UN Hauptversammlung, nach einer Einladung Bhutans und einer Wanderung dorthin (?), bestimmt auch unter dem Einfluss der köstlichen berauschenden Spezialitäten des Gastgeberlandes, gemeinsam eine grandiose Idee gehabt: Seither feiert man am 20. März überall den WELTGLÜCKSTAG .

Der Arbeitstitel seinerzeit lautete: „Glück und Wohlbefinden: Definition eines neuen ökonomischen Paradigmas“..

An diesem internationalen Tag für mehr Zufriedenheit und Wohlbefinden wandert weltweit gutes Geld in die Taschen dieser Heils Verkünder, Pseudowissenschaftler, Soziologen und auch Politiker mit ihrem Endlosgelabere. Zu deren eigenem, meist unverdienten, Glücklichsein. Was wiederum gegen die geballte Augustus Intelligence eines jungen, unverfrorenen meck pommerschen Spitzenkandidaten einer, ins Zwielicht gekommenen, Partei und auch deren „Maskenhändler“, dann wenigstens nicht ehrenrührig ist. Wobei ich nicht befugt bin, die Ehre der Amigos anzuzweifeln.

Mein eigener MeckPommer Glückstag war schon letzte Woche. Das Glück war in der Nähe und ist nicht ganz an mir vorbei gewandert. Allerdings ein paar mehr, von den richtige Zahlen, wären auch nicht schlecht gewesen. Da muss ich dann eben bei Ganesha noch einmal vorstellig werden..

Dem Himmel ganz nah..

Nicht unbedingt den Mittelpunkt des Universums, aber ein Zentrum der Stille, findet man im nicht besonders bekannten Saunstorf, innerhalb der Gemeinde Bobitz. Letztere ist Anschlussstelle zur A 20 und gab sogar einem Autobahnrasthof seinen Namen. Verkehrsgünstig überdies durch seine Lage an der B 208 und dem 1871 errichteten Bahnanschluss.

Bobitz entstand um 1340 aus einem Rittergut, um das sich im Laufe der Zeit immer mehr Bauern ansiedelten. In dem 3 km langen Straßendorf selbst, gibt keine richtig nennenswerte Besonderheiten. Höchstens die allseits bekannte Eisdiele..

Im Laufe der letzten Jahre entstanden dort aber nicht nur viele neue Eigenheime (da hatte der Lübecker Philosoph glücklicherweise noch keine seiner krusen Ideen verkünden können..), sondern man findet auch alle wichtigen Einrichtungen zur Grundversorgung der Bevölkerung. Und noch mehr. Eine Art „Privatkloster“.

Ob es nun die Geschäftsidee eines findigen Hamburger Kaufmanns, mit neuer Berufsbezeichnung „OM“ war, oder tatsächlich eine Berufung von „ganz Oben„- wer weiß das schon.

In dem südlich von Wismar gelegenen Gut Saunstorf, das auf dem Parkplatzschild am Dorfeingang mit dem Wort Kloster firmiert, kann man für entsprechendes Honorar seelische und körperliche Regeneration finden. In absolutem Schweigen eingenommene biologische und vegetarische Mahlzeiten sorgen für das körperliche Wohl. Nach, mir bekannten, Getränken habe ich vergeblich auf der Speisekarte gesucht. Im Onlinehop wird aber Tee angeboten, außer Ayurveda, Aloe Vera und Brahmi Produkten.

Seminare, Literatur und und und – hier wird jeder fündig, der mit sich selbst nicht zurecht kommt und dem dann auch eine Jahrtausende bestehende Kirche keinen Halt mehr geben kann.

Die Geschäftsidee ist also nicht neu, sondern eben auch über einige Tausend Jahre alt. Der Erfolg gibt recht. Denken wir nur an die Gurus der jüngsten Vergangenheit, Hare Krishna, die safrangelben Umhänge und die Glöckchen..

Im Einkauf liegt der Gewinn, Stille kostet nichtsman kann sie ja so richtig toll vermarkten. Damals hieß es, ein einziger Guru hätte es sogar auf ein Dutzend Rolls Royce gebracht..

geht aber auch zum Nulltarif

..auch wenn der ehemalige Dorfteich inzwischen von den neuen Besitzern („Wir sind keine Sekte“, lt. Zeitung Interview) des gekauften Gutshauses eingezäunt ist und zum Privatpark gehört. Dessen Ruhe spürt man eben über den Zaun.

Einfach ´mal darüber nachdenken, ob der Weg wirklich das Ziel ist. Natürlich nicht, sonst würde er ja auch so heißen.

Trotz dieser Erkenntnis wird der Spruch aber in fast jedem Seminar zur spirituellen Bewusstseinsfindung oder zur Gehirnwäsche in Verkäufer Seminaren zitiert. Und in Letzteren kenne ich mich wirklich aus.

Einfach auch einmal googeln, vielleicht ´mal bei Amazon und staunen, was so alles an Lebensweisheiten angeboten wird. Von wem auch immer und zu welchem Preis. Es ähnelt den Ratgebern zum Lotto Gewinn. Wirklich reich und dann mit ihrem gerade erzielten Reichtum, vielleicht auch glücklich, werden im Allgemeinen nur die Verfasser und Verlage.

Stille entsteht durch Ruhe – die gibt es immer noch kostenlos..

Augen auf, beim Müslikauf!

Lesen lernen mit Maske und Brille – gaanz wichtig!

Das Gesetz der Wirtschaft ist mir geläufig:

Es gibt kaum etwas auf dieser Welt, das nicht irgend jemand ein wenig schlechter machen kann und etwas billiger verkaufen könnte, und die Menschen, die sich nur am Preis orientieren, werden gerechte Beute solcher Menschen.

Es ist unklug zu viel zu bezahlen, aber es ist noch schlechter, zu wenig zu bezahlen. Wenn Sie zu viel bezahlen, verlieren Sie etwas Geld, das ist alles. Wenn Sie dagegen zu wenig bezahlen, verlieren Sie manchmal alles, da der gekaufte Gegenstand die ihm zugedachte Aufgabe nicht erfüllen kann.

Das Gesetz der Wirtschaft verbietet es für wenig Geld viel Wert zu erhalten. Nehmen Sie das niedrigste Angebot an, müssen Sie für das Risiko, das Sie eingehen, etwas hinzurechnen. Und wenn Sie das tun, dann haben Sie auch genug Geld, um für etwas besseres zu bezahlen.

Diese Erkenntnis stammt von dem englischen Schriftsteller und Sozialphilosophen John Ruskin. Er lebte in der Zeit von 1819 bis 1900 !

Absolut korrekt und sogar auf der Vorderseite (!) wurde das „spezielle“ Füllgewicht auf der Verpackung angegeben. Das ist nicht überall so, aber trotzdem befremdlich.

VERPACKUNGSKÜNSTLER unserer Zeit haben ihre eigene Gesetze zur Gewinnmaximierung geschaffen. Bei gleichen Abmessungen unterschiedliche Füllmengen heißt die Devise. Abenteuerliche und kaum nachzuvollziehende Gramm Angaben (197g, 205g, 218g usw.) sind mittlerweile bei überdurchschnittlich vielen Herstellern dermaßen en Vouge, dass man beim Einkauf inzwischen jede Packung von allen Seiten betrachten muss. Manchmal sogar mit der Lupe. Wer gerne Schokolade verzehrt oder gar „die mit der Piemont Kirsche“ (diese Praline war auch ´mal grösser..) wählt, dem wird diese „Verpackungs- Optimierung“ schon länger geläufig sein.

Nicht nur beim Müslikauf loht es sich: Augen auf!

Ein Buch vom Sport

Bücher können motivieren. Eines davon fiel mir beim Aufräumen und Zuordnen der Vergangenheit gerade in die Hände:

Nicht nur um jeglichem Rechtsstreit vorzubeugen, stelle ich die mir bekannten Informationen über die Urheber und Vertriebspartner des 1930 dem deutschen Rad-Weltmeister WALTER RÜTT gewidmeten Buches in den Vordergrund.

Die Geschichte der Tour de France , des berühmtesten Radrennens der Welt, begann schon 41 Jahre vor meiner Geburt und es ist eine spannende Geschichte. Es gab, wie in jeder Sportart, Helden und Verlierer, Skandale und Skandälchen und – hinreichend bekannt – Dopingfälle und sogar Tote. Wie nicht nur neuerdings und bestimmt auch in jeder Sportart, ist „das große Geld“ für Akteure, Funktionäre und Trittbrettfahrer in den Vordergrund gerückt.

Ein Weltmeister bekommt heute gut dotierte Werbeverträge, aber wohl kaum ein Buch gewidmet. Auch wenn sich Ghostwriter ein Stück von dessen Ruhm (und dem finanziellen Kuchen) genehmigen. 1930 war das noch ganz anders..

Auch wenn ich (vor -zig Jahren!) absolut nicht zu den Großen der Zunft zählte und ich daher von einem Profivertrag so weit entfernt, wie der Saturn von der Erde, war – ein wenig hat das Buch geholfen die kleinen Ziele zu erreichen, die in meinem Bereich lagen.

Die Tour de France 2021 soll am 02. Juli in Dänemark gestartet werden. Derzeit kann man täglich im TV (Eurosport) den Rad Klassiker Paris – Nizza, das Rennen zur Sonne, verfolgen. Zu diesem Event wurde im Jahr 1933 das erste Mal der Startschuss gegeben.

Griffe in´s Klo

Leistung lohnt wieder. Das zeigt deutlich die Wahl eines jungen Lobbyisten auf den Listenplatz eins seiner Partei für die kommende Bundestagswahl. Der hat sich ja schon so einiges geleistet. Sein bekannt gewordenes Engagement für die Augustus Intelligence hat trotzdem keinerlei Konsequenzen gehabt. Schließlich ist er ja ein Politiker mit Leib und (evtl. sogar noch nicht verkaufter?) Seele. Also genau der Typ, den unsere Parteienlandschaft unbedingt braucht. Selber Günstling hat er sich wohl seine Günstlinge schon ausgesucht. Anders lässt sich einfach solch eine Skandalwahl nicht erklären. Wer am schnellsten unter den Teppich kehrt wird bestimmt auch mit einem Pöstchen belohnt. Wenn Philipp der Wievielte erst einmal das Land regiert. Die Marktwirtschaft ist längst angekommen. In unserem, leider noch überwiegend rotem, Dunkeldeutschland.

Deutlich weniger intelligent, als sein junger Parteifreund, verhielt sich jüngst, unser kaum im Amt befindlicher, Innenminister. Aber der hat ja absolut dienstlich (lach!) ein Ladekabel für sein (dienstliches oder privates?) Handy eingekauft. In Rostock, und genau jetzt in einer Zeit, wo die Normalbürger sich gefälligst ihre Sachen bei Amazon, ebay oder sonstwo im Netz bestellen müssen. Weil die Läden für alle Normalbürger ja geschlossen sind (oder zumindest waren, das ändert sich ja fast stündlich).

Die stets fürsorgliche Landesmutter werden solche Eskapaden freuen. Lenken diese doch etwas von ihrer dubiosen Stiftung zur Rettung von Nordstream 2 und ihrer Versuche zur Rettung der schon längst unrettbaren MeckPomm Werften ab.

Im Osten also Nichts Neues – warum sollte es hier auch anders zugehen, als da von wo ich hierherkam..

Unter den Teppich kehren und sich die Taschen vollzumachen ist kein Privileg für westdeutsche Politiker. Eher Prüfungsfach zur Zugangsberechtigung ins Parlament.

I scream, you scream..

Am 17. April 2021 wäre er 91 geworden..

Die Tickets für das am 16. Oktober in der Hamburger Laeiszhalle geplante Konzert „The Chris Barber Band Live“ sind zu fast 100 % ausverkauft.

CHRIS BARBER, einer der ganz Großen des Jazz, ist nun einmarschiert: nach Oben, zu seinen Freunden von damals: Louis Armstrong, Charly Parker (The Bird), Duke Ellington, Lionel Hampton und all den Anderen, die uns Jugendlichen in der Nachkriegszeit Amerika etwas näher brachten.

Ich denke, manchen Leuten die seinen Namen momentan nicht gleich zuordnen können, wird der genannten Song Titel noch im Ohr stecken..

teuflisch lecker..

Zur allseits bekannten Lebensqualität in MeckPomm tragen natürlich auch die Früchte der Ostsee bei. Für uns in gerade ´mal 20 Minuten zu erreichen, ist der Fischereihafen der, zum Weltkulturerbe gehörenden, Hanse- und Hafenstadt Wismar immer wieder einen Besuch wert.

„Lust auf Fisch?“, fragt man an den Hauswänden des Hafengebietes und schon ist der Appetit geweckt.

Und man muss nicht ins heimische Aquarium greifen um diesen zu stillen.

Man muss sich nur selbst beim Einkauf bremsen. Hier wird alles so appetitlich frisch angeboten – man könnte in Versuchung kommen, den Laden leer zu kaufen..

Das Lied vom braven Mann

Die Aufnahme entstammt dem aktuellen Magazin MotorBoot, Mitteilungsblatt Sportbootvereinigung im DMYV

Ich zitiere nur den Titel der Ballade von Gottfried August Bürger (1747-1794). Weil er irgendwie passt. Aber zu wem – hier ist die Frage:

Da gab es nun innerhalb von ein paar Tagen zwei Berichte über Erbschaften. Der eine verkündete werbewirksam eine € 500.000 Wahlkampfspende an die grünen Ideologen und Heilsbringer. Der junge Erbe hat damit den Erblassern bestimmt viel Freude bereitet😊.

Weitgehend unbemerkt für die Allgemeinheit, blieb die edle Zuwendung eines Verstorbenen an die DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger). Mit, überwiegend, diesem Geld konnte ein neuer Seenotrettungskreuzer in Dienst gestellt werden. Stationiert wird dieser in Grömitz (Ostsee) sein.

Singen kann ich zwar nicht, aber unsterblich preisen, den braven Mann! Na, wen denn wohl?

Sonn(en)tag

Sonne, Schnee, Eis, Frühlingsahnung – Alles zugleich an einem einzigen Tag!

Glücklicherweise ist für uns „MeckPommer“ der Weg zur Ostsee Küste noch frei. Einige Unverbesserliche aus anderen Bundesländern hätten sich ihr Spritgeld sparen können. Es gab, wie auch schon im Rundfunk bekanntgegeben, Kontrollen an den Ortseingängen der beliebten Küstenorte. Da gab es auch keine Ausnahmen für Edel SUV´s und andere Leasing Protz Karossen.

Es sind wohl die Reste eines Eisberges, die wir am Strand vorfanden. Ich denke, unter den Abgewiesenen waren viele Nordsee Anrainer, die auch einmal solch ein Naturwunder sehen wollten. Da gibt es so etwas ja nur weit, weit entfernt von der deutschen Küste..

Für uns gab es dann auch als Belohnung für unsere Rundwanderung ganz frische Fischbrötchen, also nicht etwa die von 2017 (die hebt man für die Touris auf..).

Einträchtig und fast nebeneinander, der aufmerksame Türsteher mit Hakenhand und die Meerjungfrau. Auch wenn Kopenhagen nicht richtig weit weg ist, den Weg kann man sich sparen – die MeckPommer OSTSEE NIXE ist mindest genauso schön

In Sachen Tourismus wird hier an der „Weissen Wiek“ leider versucht die bekannten benachbarten Wohlstandstempel zu toppen. Die Hotelanlage erinnert schon fast an Prora. Und für das „individuelle Urlaubserlebnis“ liegt auch schon eine Flotte von Hausbooten am Kai.

Der Fischereihafen, aus der Retorte und als Ersatz für das verlorengegangene Ursprüngliche, ist tatsächlich in Betrieb und nicht nur Kulisse für den nächsten Tatort oder sonst ein TV Event.

Alles in Allem – ein richtig schöner sonniger Sonntag!

Vom Eise befreit..

ist der Schweriner See noch nicht. Auch wenn in den Läden schon die Osterhasen verkauft werden, für Goethes „Osterspaziergang“ ist es noch 6 Wochen zu früh. Das Thermometer gaukelte aber schon den Frühling vor..

Etwas zu optimistisch packte ich meine Sieben Sachen um eine Runde auf dem See zu drehen. Zu früh gefreut: das Eis ist an manchen Stellen noch 4 bis 5 cm dick und genau an der Ausfahrt unseres kleinen Fischerhafens scheint sich sogar ein Eisberg gebildet zu haben. Als Eisbrecher ist unser kleines Bötchen nicht zertifiziert und im Hinterkopf die Titanic – da lassen wir es lieber..

Ersatzweise dann eben ein Spaziergang am Ufer. Der bestätigte wieder einmal, mit der neuen Heimat ein gute Wahl getroffen zu haben. Hier in MeckPomm ist des Volkes wahrer Himmel (leicht abgewandelt).

Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein.