Rote Herzen, bunte Farben

Die Strahlen der Laserkanone waren auf einen 80 Meter hohen Turm gerichtet, der vor 78 Jahren bestimmt schon ganz andere Leuchtfinger an sich abprallen ließ. Und zwar die, der Flugabwehrkanonen bei ihrem Abtasten des Himmels. Ich vermute das zumindest, denn warum sollte es in dieser Stadt anders gewesen sein, als z.B. in Frankfurt an Main, wenn die massiven Terror Angriffe der Allierten Bomber tobten.

Dann also lieber eine Laserkanone. Entwarnung gab mir, als ich ob der vielen roten Reklame Herzen, zunächst an eine Bordelleröffnung glaubte, der deutlich lesbare Schriftzug „Kirche„. Das beruhigte. Und zu meiner Freude, waren die roten Herzen auch keine Hommage an die neue Rot / Knallrote Landesregierung. Wie ich aus Don Camillo weiss, sind ehemalige Stasi Mitarbeiter und Kommunisten nicht unbedingt regelmässige Kirchgänger und deshalb hier auch nicht anzutreffen. Die fühlen sich eher zum Schweriner Märchenschloss hingezogen. Jedenfalls standen einige (einer gab es unumwunden zu und haust ja auch schon länger dort) zur Wahl. Aber was Genaues weiss man nicht..

Den, farbig in Szene gesetzten, Marktplatz mit seinem Rathaus und der Wismarer Wasserkunst, hätte der arme Ex Bürgermeister Banzkow bestimmt auch gerne so in Erinnerung behalten. Kurz bevor hier die Klinge des Richtsschwerts seinen Hals erreichte, damals im Jahr 1429..

Es ging bunt zu in Wismar – und in dieser Version sind sogar für mich die Farben ROT und GRÜN erträglich.

Im Zauber der illuminierten Stadt wird der Slogan Unser Herz schlägt für Wismar noch verständlicher. Novemberlichter, eine Veranstaltung der Stadtwerke Wismar, hat dies möglich gemacht. Die hatten wohl noch ein wenig Strom, aus der momentan verwaisten, rund 10 Millionen Euro teuren, Hafen-Landstromanlage übrig..

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8 Gedanken zu “Rote Herzen, bunte Farben

  1. Es ist schon haarsträubend, was in Zukunft Regierungsverantwortung tragen wird. Da stimme ich dir voll zu. Eigentlich bin ich CDU Wähler, aber so richtig überzeugt im Moment keine Partei. Dabei wäre es so einfach mit ein wenig politischem Sachverstand und gesundem Menschenverstand eine vernünftige Mehrheit hinter sich zu bringen. Jedenfalls sind in meinem Bekanntenkreis nur Menschen, die wie du und ich argumentieren. Ich will nun nicht ausdenken, was an Ministern auf uns zukommt. Und ob der Posten des Außenministers wirklich an vermutete Dame geht. Na dann gute Nacht Deutschland. LG Bettina

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  2. „Ein weites Feld“, in Anlehnung an Günther G., der ja auch seine Lebenslüge erst dann offenbarte, als er sich mit der Verurteilung des DDR Regimes einen „fetten A..“ gemacht hatte. Deinen geschilderten 2o jährigen zu verachten ist mit Sicherheit nicht richtig. Ideale sind dazu da, dass an dafür eintritt. Die wahre Größe dieses Menschen zeigte sich mit der Beendigung seiner Tätigkeit. Und dem entsprechenden inneren Abschluss. Mit fehlen die wohlgesetzten Worte des t-online Kommentators Jones Mueller-Töwe, der am 25.11. um 11:30 eine fast lückenlose Vergangenheitsdarstellung des von mir nicht namentlich genannten LINKEN Spitzenpolitikers aufzeigte. Als ich meine Zeilen schrieb, kannte ich übrigens diesen Artikel noch nicht. Fatal ist, dass jetzt, ausser einer kürzlich ins Amt bestellten Linken Verfassungsrichterin, nun auch gleich das ganze Jusitz Ressort von den Linken besetzt ist. Gewollt von der bisher mit einer echten, wenn auch schwachen, Opposition regierenden Ministerpräsidentin. Diese Lichtgestalt der SPD hat eine Partei mit der anrüchigsten Vergangenheit und dem schwächsten Wahlergebnis zu ihrem Komplizen gemacht. „Die Mauer in den Köpfen“ der Westdeutschen ist mit solchen Taschenspielertricks kaum einzureissen. Ansonsten verweise ich auf die, kometenhaft aufgestiegene junge GRÜNE Nachwuchspolitikerin, die ja auch bald in irgendeinem Parlament sitzt und später nicht mehr an die Mindesrente denken muss. Auch die „entschuldigte“ sich für ihre unentschuldbaren Worte, dass Juden und Araber keine Menschen sind.. Solche Leute braucht das Land (neuerdings wohl). Die momentane Politikverdrossenheit kommt nicht von ungefähr. Abschliessend, weil mich für meine Worte schon „gewisse Leute“ in eine „gewisse Ecke“ stellen wollten: Ich habe keine politische Heimat. Ich nehme mir die Freiheit, zu sagen, was ich denke. Noch darf man das und das ist gut so. Unabhängig davon gibt es in meinem „neuen“ Bekanntenkreis mit Sicherheit Leute, die notgedrungen oder wie immer, wohl auch einmal in der SED waren. Die haben aber auch die Schnauze voll davon. Und hätte es das „Netz“ früher gegeben, so mancher NAZI wäre auch nicht so weit gekommen um in Führungspositionen aufzusteigen.. Letztendlich bin ich wegen der Landschaft im Land des ehemaligen „Klassenfeindes“ gelandet und in meinem Alter stehe ich nur noch an der Peripherie, staunend, wie sich so manches in der Deutschen Geschichte wiederholt (hat), Schön, dass die Bilder versöhnlich stimmen.🙂 LG Jürgen R.

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  3. Den Politiker, dem Stasi-Mitarbeit vorgeworfen wird kenne ich nicht. Ein enger Freund von mir war auch inoffizieller Mitarbeiter der Stasi, weil er damals als junger Mann an eine neue Staatsform glaubte und etwas Gutes und Gerechtes mit aufbauen wollte. Als er dahinter kam, was seine Mitarbeit für Spionageopfer bedeutete, hat er sich abgewandt und seine Tätigkeit beendet. Nicht einmal 2 Monate war er IM, im Alter von Anfang Zwanzig. Den Stempel hat er für sein ganzes Leben. Ist das gerecht? Wer weiß schon, wie man sich selbst in jungem Alter in einer Diktatur verhalten hätte. Ansonsten bin ich kein Fan von „Die Linke“. Aber man sollte differenzieren. Es ist natürlich unglücklich, dass Herr Koplin gerade dieser Partei angehört.
    Schöne stimmungsvolle Bilder übrigens. Viel Glück mit Eurer Landesregierung.
    LG Bettina

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  4. Die erste Frage könnten Archive beantworten. Da steht aber „Geheim“ voran (bestimmt noch 100 Jahre..). Aber bei den Bombardierungen (in denen gezielt einige Bauten ausgelassen würden, z.B. IG Farben, da war eine Fast Totalzerstörung nicht die einzige Voraussetzung zur Kapitulation. Leider ist das heute anderswo noch die gleiche Taktik..

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  5. Ich bin mir gar nicht so sicher, wie viel Vorbelastete in welcher Partei Karriere gemacht haben odr Ministerpräsident geworden sind. 😉
    Wie lange hätte der Krieg ohne die Bombardierungen länger gedauert?

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  6. Wenn Du dreimal nichts, als Dein Leben retten kannst und dann noch den Zielschüssen auf Zivilisten ( mit den Bordkanonen der Tiefflieger) zugesehen hast, dann braucht,’s keine „Schubladen“. Einziger Zweck diverser Bombardierungen war nicht die Zerstörung kriegswichtiger Unternehmen, sondern (in Statements nachlesbar) die Einschüchterung der Zivilbevölkerung. Unbestritten gab es auch bei der Stasi Mitläufer. Die machten dann aber keine Karriere in der umgetauften Partei. 🤔

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  7. „Terror-Angriffe“?
    Opps, ich denke, da hast Du Dich in der Wortwahl vergriffen und die falsche Schublade geöffnet. 😉
    Ansonsten: Du hast recht, dass es ein Unding ist, das ehemalige Stasi-Mitarbeiter in solche Ämter kommen können. Nur, wer war alles bei der Stasi und wer hat dort was gemacht?

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