Kall, mei Drobbe !

Hier sprechen die Bilder für sich. Die Geschichte Karls Erlebnisdörfer (es gibt mehrere) kann man wunderbar im Netz nachlesen. Und Staunen!

Das Erlebnis Dorf liegt unmittelbar an der Strasse von Rostock nach Stralsund und da machte uns einfach der stets volle Parkplatz neugierig. Soo schön kitschig, das muss man einfach einmal gesehen haben. Dazu höchst professionnell gestaltet, da darf man staunen. Und speziell für die lieben Kleinen gibt´s so allerlei zum Staunen.

Es gibt hier ungefähr neunzig Attraktionen, aufgeteilt in mehrere Themenfelder, etliche kostenlos zu nutzenden Spielplätze und natürlich auch Fahrgeschäfte, für die man um zu sparen (!) am Besten eine 10er Karte löst..

Bei allem Kuriosen ist es eigentlich auch interessant, einmal etwas über den Ort des Staunens in WIKI nachzuschlagen. Das ganze Dorf wurde nämlich 1225 von Borwin III, dem damaligen Alleinherrscher von Rostock, gekauft – zum Schnäppchenpreis. Gerade einmal 450 Mark hätte der Spitzklicker da auf den Tisch geblättert. Und da gehörte auch noch der ganze Grund und Boden der Rostocker Heide dazu. Selbst wenn es, weil es damals noch keine Mark gab, die neuen italienischen Gold Floris waren und das Gebiet noch etwas Zuwendung bedurfte (Rodung und dergleichen), das war schon ein ein toller Deal.

Bei soviel Gespür für Lohnendes, war es da dann auch kein Wunder, dass es schon 1305 auf dem Weg nach Ribnitz zwei Krughäuser gab. Das deutet direkt auf einen erreichten Aufschwung hin. Und vielleicht stand die eine Kneipe genau da, wo heute der Karl seine Gäste begrüßt. Die Mecklenburger hatten es immer schon gut drauf..

Karls Ideenreichtum ist schier unerschöplich und da können dann auch die lieben Grossen den ganzen Tag mit Staunen, Essen & Trinken (da wird vieles vor Ort und den Augen der Besucher handgefertigt) und natürlich Einkaufen (!) verbringen.

Zu Guter Letzt – meine Überschrift. Der Spruch kommt aus dem Hessischen, genauer gesagt von der Mamma Hesselbach (Lia Wöhr). Immer, wenn ihr die Argumente ausgingen (das war oft) griff sie zum letzten Mittel, dem dann stets paraten Schwächeanfall, und rief: Ei Kall, mei Drobbe ! (Karl, meine Tropfen). Die Familie Hesselbach lief schon vor über 70 Jahren im Rundfunk (!) und wurde später auch im (hessischen) TV gezeigt. Der Spruch wurde dann in Hessen für jegliches Erstaunen angewandt und populär. Beim Kall is er mer aach rausgerutschd..

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10 Gedanken zu “Kall, mei Drobbe !

  1. Die Serie war im Radio einfach Kult, einen „Fernseher“ konnten sich damals ja die wenigsten leisten und so lief die Verfilmung erst viel später an. Und die „Lia“, die begeisterte später die Zuschauer im Frankfurter Volkstheater (mich auch). LG und schönes WE !

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