Höllenhund

Museumswand in Peenemünde

Ob Kerberos in der griechischen, Garm in der nordischen Mythologie oder ein Kletterfels in der Sächsischen Schweiz – nicht einer der Begriffe kommt in seiner Grausam- oder Gefährlichkeit an die, in Peenemünde entwickelte Mord (sorry, Vergeltungs-)waffe heran. Unter der Tarnbezeichnung Höllenhund startete damals ein streng geheimes Projekt. Monatelang kann der Interessierte über diese, nicht wirklich „Geheime Kommandosache“ googeln..

Einige Nachbauten der damaligen Spitzenleistung, in Sachen Militärtechnik, sind auf dem Freigelände des bereits beschriebenen Museums aufgestellt. So richtig zu Gloria In Excelis Deo (die Kirchen segneten schon damals Waffen) passt das Datum des ersten Starts der ersten Flügelbombe..

Es gab diverse, hier nicht zu findende, Varianten der „Wunderwaffe“, so auch eine mit Pilotenkanzel zweisitzige, zur Schulung der dann in einem einsitzigen Modell, sich bitte opfernden Piloten. Die Kamikazen haben das entworfene System etwas später auch umgesetzt.

Der Stückpreis des Gerätes belief sich auf ca. 3.000 Reichsmark und das war sehr unwirtschaftlich, immerhin war es ja nur einmal einzusetzen. Und dann noch bei einer miserabelen Zielgenauigkeit von 12 km im Umkreis. Das kostete trotzdem rund 8 bis 10.000 „feindlichen“ Menschen das Leben, aber auch zig- mal soviel verklavten Zwangsarbeitern. Die hat man in der Aufrechnung da´nn wohl bewusst vergessen.

Rund 50 namhafte und teilweise immer noch bestehende und sehr, sehr bekannte Firmen, waren zumindest als Zulieferer, an der Wunderwaffe beteilgt. Die Erben der „Pioniere“ geniessen heute ihren unverdienten Wohlstand. Manche sponsoren sogar als Feigenblatt eine „Aufarbeitung der damaligen Verhältnisse“. Gut Ding will eben Weile haben..

Der sublimierte Höllenhund hiess dann V2 oder „das Gerät“ . Etwas zu spät, aber trotzdem mit einer respektablen Vernichtungsrate. Die Wissenschaftler hatten damit iher Aufgaben erfüllt. Wohlwissend billgend, aller Zustände in den meist unterirdischen Fertigungsanlagen und der Lebensbedingungen der, von ihnen angeforderten Zwangsarbeiter. Nach Kriegsende waren plötzlich mehr als Tausend von ihnen auf der Seite der Sieger. Ob Kriegsverbrecher oder nicht. Die „Operation Overcast“ hat´s möglich gemacht. Solch einen Hinweis habe ich im Museum nicht gefunden..

Standard

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s