in Waren waren wir auch

.. schon einmal – vor über 15 Jahren und nicht im Geringsten daran gedacht, einmal selbst nahe der 1.000 Seen zu wohnen. Es hat sich vieles verändert in dieser Zeit, da gab es noch kein Kurzentrum Waren und die Gastronomie war damals auch deutlich bescheidener aufgestellt. Im Gegensatz zu heute, da meinen die Kellner jeder Gast wäre Eigner einer, der im Stadthafen ankernden, Luxusyachten. Unter 5 Euro Tipp wollte es einer der Getränkeboten nicht machen (auch noch als Zahlkellner): „kann nur auf runde Zahlen herausgeben..“. Dann eben die letzten Cent sortiert und Null..

Die über 800 Jahre alte Stadt entstand um die Kirche St. Georgen und wurde von dem Fürsten Nikolaus I gegründe, zumindest bestätigte er das Patronatsrecht über ecclesia Warne. Ob das alles so stimmt ist fraglich, immerhin hatte auch schon ein Abt mit vordatiertem (!) Pergament versucht die ganze Gegend in Kirchenbesitz zu bekommen. Auf jeden Fall gab es einen schnellen Aufschwung durch die fürstliche Residenz.

Es folgten Kriege und mehrere Stadtbrände, Verwüstungen und Zerstörungen. Es gibt in der Altstadt, besonders um den Marktplatz, dennoch einige gut erhaltene, bezw. liebevoll restaurierte historische Bauwerke.

Einen neuerlichen Aufschwung gab es erst wieder im 19. Jahrhundert, da profitierte die Stadt von den verbesserten Verkehrsverhältnissen und der Eldekanaliserung. Von der Havel bis zur Elbe konnten jetzt Waren transportiert werden und das hatte natürlich positive Auswirkungen für die Stadt am Müritzsee.

Mit dem Beginn des 20. Jahrhunderts begann die Entwicklung der Stadt zu einem Touristikzentrum. Theodor Fontane, der hier seinen Stechlin schrieb, trug zu der Steigerung des Bekanntheitsgrades wesentlich bei und in den dreißiger Jahren gab es schon neun Hotels, zwanzig Pensionen und zehn weitere Gasthöfe.

Die Vielzahl von Sehenswürdigkeiten und Freizeitmöglichkeiten muss ich nicht alle aufzählen. Da findet man exaktere Informationen im Netz und bei der Tourist Info. Da wir schon einmal hier waren und auch die obligatorische Seen Rundfahrt hinter uns haben, zog es mich diesmal ein paar Meter (und viele, viele Stufen) höher – auf den Turm, der von weithin sichtbaren St. Georgen Kirche.

Bei so viel Wasser kommt mir doch der Gedanke, den dritten Besuch mit unserem kleinen Bötchen zu bewerkstelligen. Möglich ist es tatsächlich, vom Schweriner See hierher zu schippern. Dauert halt etwas..

Unsere kleine Rundreise im „erweiterten Umfeld“ ist zuende. Es werden aber noch ein paar Bilder von diesem Ausflug folgen. Die haben jedoch mit echtem Freizeitvergnügen nicht mehr so viel zu tun. Eigentlich gar nichts. Die machen dann eher nachdenklich..

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8 Gedanken zu “in Waren waren wir auch

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