Allzeit Bereit..

Leistungsfähige Löschkanonen sind die einzigen Kanonen, zu denen ich ohne zu Zögern JA sagen kann. Hier sieht man zwei Exemplare an Bord des in Warnemünde stationierten Seenotkreuzers ARKONA. Und an Bord halten sich auch, rund um die Uhr und an allen Tagen des Jahres, 4 Mann bereit um, auf der See in Not geratenen Menschen, zu helfen. Unabhängig von der gerade herrschenden Wetterlage. Es gibt 55 solcher Rettungsstationen an unseren Nord- und Ostseeküsten. Und Jedesmal überkommt mich beim Anblick solch eines Schiffs ein gutes Gefühl, auch wenn die nicht gerade für den Schweriner See zuständig sind. Hin und wieder bin ich ja Passagier auf der Ostssee. Man kann nie wissen..

Die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger ist zweifelsohne eine der wenigen nichtstaatlichen Organisationen, deren Aufgabe m.E. echt sinnvoll ist. Meines Wissens finanziert sich die Gesellschaft durch freiwillige Zuwendungen selbst. Da sollte man also auch nicht achtlos an den, in unserer Gegend in vielen Geschäften aufgestellten, kleinen Spardosen in Schiffchenform vobeigehen (und wenn es nur, die Börse ohnehin gewichtsmässig belastenden, Münzen sind). Mit etwas Übung gehen aber auch Scheine durch den Schlitz..

Das bereits im August 1992 in Dienst gestellte Schiff hat gerade einmal eine Länge von 27m und ist 6,50 m breit. Das mitgeführte Tochterboot misst um die 8 Meter und ist 2,50 breit. Solch ein Tochterboot mit wenig Tiefgang ist besonders für flache Gewässer, oder um Sandbänke herum, absolut wichtig. Es ist bei der DGzRS aber auch ein 46 Meter Schiff im Einsatz und darauf gibt´s sogar ein Bordhospital. Im Notfall kommen dann freiwillige Seenotärzte per Hubschrauber an Bord. Insgesamt besteht die Flotte aus über 60 Schiffen verschiedener Größenordnung.

Wer an Seefahrt und Technik interessiert ist, möge einmal die Webseite der DGzRS anklicken. Da findet man Wissenswertes über die rund 150 jährige Geschichte der Organisation, aber auch Erstaunliches , Unbekanntes und Kurioses. Leider auch Tragisches. Auch Seenotretter können verunglücken, trotz modernster Technik.

Die Adele ist ein ehemaliges Tochterboot eines Seenotrettungskreuzers und mit der Position „54 Grad 10 Minuten Nord und 12 Grad, 5 Minuten Ost“ hat sie bereits 2018 ihren letzten Liegeplatz gefunden.

Vor dem Informationszentrun der Seenotretter in Warnemünde kann man sie in aller Ruhe betrachten. Die 180 PS mit der sie 17 kn (31 km/h) erreichen konnte sind (vorsichtshalber) aber schon ausgebaut..

14 Kommentare zu „Allzeit Bereit..

  1. Film ging jetzt doch auf Handy – so eine Sturmfahrt will geübt und das Boot geeignet. Für.den Schweriner See so ein Tochterboot wäre überlegenswert (Lottogewinn vorausgesetzt), passt aber nicht in meinen Bootsschuppen..🤔🛥️😪

    Gefällt mir

  2. Was wäre das Leben so eintönig, wenn es keine Veränderungen gäbe.. 🤭Und im Rettungswesen kennt kaum jemand die Leute, die für andere ihr eigens Leben riskieren. Es wird eben als selbstverständlich betrachtet.

    Gefällt 1 Person

  3. So – jetzt kann ich auch wieder bei dir kommentieren. Nicht ärgern – nur wundern 😉
    Ich bewundere diese Seenotretter. Auch wenn sie heute nicht mehr mit Ruderbooten rausfahren müssen, es ist immer noch lebensgefährlich.
    🌈😘😎

    Gefällt 1 Person

  4. Die ganze Geschichte der Seenotrettung ist so. Von meiner ersten Englischstunde (im „Collins“ mussten wir über „Grace Darling“ lesen), bis zur Ballade von Otto Ernst (es ist Uwe, Dein Sohn) über die Technik vom Holz Ruderboot bis zum Hochleistungs Rettungskreuzer..

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: