Aquae Mattiacorum – Wisibada – Wiesbaden

Den ersten Namen gaben schon so um 121 die Römer einer kleinen, am Rhein/Main Ufer gelegenen, Siedlung. Aquis Mattiacis, den Wassern der Mattiaker geweiht, liest man auch heute noch am Wiesbadener Kurhaus. Einhard, der Biograf Karl des Großen, erwähnte 828 den Namen Wisibada, „heilendes Bad“. Diesen Namen verdankt die Stadt seinen, schon 77 n. Chr. beschriebenen, heissen Quellen. Nizza des Nordens oder Kaiserstadt passen aber ebenso zu der heutigen Landeshauptstadt Hessens.

Die Geschichte der Stadt ist lesenswert und unterhaltsam. Wer sich hier schon alles getummelt hat! Von Eroberern, Besetzern oder Erholungssuchenden, natürlich nicht vergessen, der bekannteste Besucher des Wiesbadener Spielcasinos, der dann einen Roman schrieb um seine Spielschulden zu begleichen (denke ich) – also Alles was Rang und Namen hatte. Da zählen meine hier verbrachten paar Jahre natürlich nicht. Vielleicht weil ich nicht zu den dort wohnenden, so ziemlich reichsten Leute Deutschlands, gehöre.

Die Marktkirche mit ihren fünf Türmen, der „Nassauer Landesdom“, ist immer noch das höchste Gebäude der Stadt und man hat von oben bei gutem Wetter einen Blick über den Rheingau mit seinen Riesling Rebenhängen.

Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. In rund 10 Jahren Aufenthalt habe ich immer wieder neue Ecken gefunden, die erwähnenswert wären. Also nix wie hin..

Bei dem, ohnehin nur für 48 Stunden geplanten, Aufenthalt in meiner Alten Heimat habe ich die Stadt, in der ich über 60 Jahre lebte, ausgelassen – „Rot“ war schon schlimm, aber nun von „Grün“ erobert.. Nein Danke, das kann nicht mehr meine Stadt sein. Getreu den Worten, einer aus dem Iran stammenden, Bewerberin für das Amt des Frankfurter Oberbürgermeisters: Wem´s nicht passt kann ja ausziehen! Ich konnte.

Ob Autobahn oder ICE Trasse – rund 600 km und die Neue Heimat ist erreicht.

5 Kommentare zu „Aquae Mattiacorum – Wisibada – Wiesbaden

  1. „…sorgten letztendlch z.B. ja auch für den VW Skandal“

    Jetzt, wo Du es schreibst 🙂
    Da muss man ja bei VW Abbitte dafür leisten, dass sie nicht nur die Umwelt absichtlich (!) verpestet haben, Million Käufer absichtlich (!) mit falschen Anpreisungen gelockt haben, ganz unabsichtlich den Gewinn steigerten und ganz aufgedrängt ungewollte Subventionen bekommen.

    Die armen Kerle bei VW wurden also quasi in Notwehr gedrängt … Schuld haben die, die an die Umwelt denken. Mist, darauf wäre ich doch nie gekommen. 🙂 🙂

    Eskandari-Grünberg wurde nach meiner Kenntnis politisch verfolgt, weil sie sich eben gerade gegen das undemokratische Mullah-Regime aufgelehnt hatte. Und im Iran war das damals schon mit erheblicher Strafe bis hin zum Tod bedroht. Ich denke, so ein Mensch verdient Respekt (denn wer von uns kann schon behauptet, trotz Lebensgefahr (!) für Demokratierechte einzustehen?).

    Das hat nichts mit erzwungener Freundschaft zu tun, sondern eben mit Respekt.

    Ich denke, wir belassen es dabei – so hat eben jeder seine eigene Meinung … und das ist gut so.

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  2. Ich kenne noch den „Duft“ , den der Wind von den gegenüberliegenden Farbwerke Höchst in unser Klassenzimmer wehte und erinner mich an die Tonnen von toten Fischen, die plötzlich in unserem Schwimmbad anlandeten. Da gab es noch keine grün-ideologisch verbohrten Radikal Ge- und Verbieter sondern Macher, die der Vernunft folgten und da für Abhilfe sorgten. Extremforderungen (gegen besseres Wissen) kamen erst später und sorgten letztendlch z.B. ja auch für den VW Skandal. Vernunft beinhaltet eben das Mögliche. Naturschutz ist absolut wichtig, aber um einen noch vertretbaren Preis. Ein Heer von Arbeitslosen und abgeschaffte Lebensfreude mag ich mir nicht als Zukunftvision vorstellen.
    Erzwungene Fremdenfreundschaft ist schon im Ansatz heuchlerisch. Kultivierte Umgangsformen und Respekt gegenüber dem/der Anderen sollten selbstverständlich sein und bedürfen keiner Quotenregelung oder Bevormundung durch selbsternannte Gutmenschen. Im Sport war das jedenfalls so, da fragte man auch nicht nach Herkunft. Leistung genügte. Beachtenswert ist nur, dass Menschen, die sich in ihrer Heimat nicht wohlfühlten, in einem selbst ausgesuchten Land so gerne die dort bestehenden Verhältnisse ändern wollen.. Sogar mit verbaler Ausweisung der Einheimischen..

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  3. Ich will mich einmal vorsichtig ausdrücken: Ohne eine grüne Politik wären die Flüsse noch versalzen, Kronoss würde weiter verklappen und frag mal bei den Flutopfern nach … 😉 So kann es einfach nicht weitergehen.

    Multikulti gegen Inzucht? Denn das wäre die logische Folge bei Ablehnung von Multikulti (übrigens kann Multkulti auch dann angenommen werden, wenn man in eine festverwurzelkte Gegend zieht und da „der Fremde“ ist).

    Ich denke, bei den Themen kommen wir nie auf einen Nenner. Es geht auch nicht um die Frage der „Begeisterung“, sondern der Notwendigkeit und ich denke, gerade bei der Umwelt ist Dringlichkeit an oberster Stelle.

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  4. Nicht wirklich wichtig, nur interessant für Eingeborene die sich nicht für Multikulti und grüne Ideologie begeistern. Und denen deshalb die Auswanderung nahe gelegt wurde. Da darf man der Frau (inzwischen sogar Bürgermeisterin) für den Rat eben dankbar sein.

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