mystica musica

Kathedrale Notre-Dame de Paris

MYSTIK wird in „Wiki“ als Berichte oder Aussagen über Erfahrungen einer göttlichen oder absoluten Wiklichkeit bezeichnet.

Feierlich, getragen, aber nie schwerfällig so empfindet der Christ, aber auch der moderne Mensch, jenseits jeglicher Konfession, die Melodien der Choräle und Gesänge einer Musikrichtung, die viele Jahrhunderte überdauert hat. Schon der Apostel Paulus von Tarsus forderte die frühchristlichen Gemeinden auf: Singt zum Lob des Herren. Über die Entstehung der gregorianischen Musik mögen sich jedoch weiterhin die Gelehrten streiten.

Unbestritten gehört der cantus gregorianus zu den Elementen der katholischen Kirchenliturgie. Da wird er, meist in lateinischer Sprache, gesungen und ist damit älteste, lebendig gebliebene, musikalische Ausdrucksform abendländischer Kultur.

Benannt ist die Musik nach Papst Gregor dem Großen (540-604) , er hat damals eine Neuordnung und Vereinheitlichung der Gesänge in den Kirchengemeinden geschaffen. Worte und Melodie sind frei von überflüssigen Tönen und aufeinander abgestimmt. Es gibt keine Begleitung durch Instrumente. Dies brachte den unbedarften Zuhörer in der Wismarer Hl.-Geist-Kirche natürlich zum Staunen.

Im 14. Jhd so eine Art Universalgebäude (Gotteshaus, Klinik und Herberge), war der einschiffige Bau aus Backsteinen. Die Erlaubnis zur Abhaltung von Gottesdiensten, auf einem Kirchhof, stammt aus 1255 und 1320 begann der Bau dieser Kirche. Der Bischof von Ratzeburg weihte sie 1326 ein. Das Hospital war schon früher fertig und wurde bereits 1323 unter päpstlichen Schutz gestellt. Und beherbergt wurden hier vor allen Dingen Pilger, heute noch ist das Zeichen des Sternenwegs, die Jakobsmuschel, am Gebäude angebracht. Natürlich wurde im Laufe der Jahre so einiges umgebaut. Interessant ist auf jeden Fall das Fenster mit Glasmalereien aus dem 15. Jhd. (auch wenn dieses aus der zerstörten Marienkirche stammt) und die kunstvoll bemalte, inzwischen ein wenig unter der Last der Zeit gebeugte, Holzbalkendecke.

Acht stimmgewaltige Solisten aus Bulgarien, die GREGORIA VOICES, brachten hier in lateinischer Sprache einige Choräle zu Gehör. Erwähnenswert, dass die Gruppe eine Erlaubnis hatte, in Mönchskutten aufzutreten, dieses ist keinesfalls allgemein üblich. Damit kam dann auch eine entsprechende Stimmung auf. Auch wenn es ja gar keine religiöse Veranstaltung war.

Und so wurden dann auch einige klassische Popsongs im Stil der mittellterlichen Gregorianik vorgetragen. Durch diesen Soundmix wurde dann das Ganze zu einem echt hörens-, aber auch sehenswerten Erlebnis.

„Musik im beste Sinne bedarf weniger der Neuheit, ja vielmehr je älter sie ist, je gewohnter man sie ist, desto mehr wirkt sie“ (Johann Wolfgang von Goethe)

Die „location“ dürfte den Zuschauern der TV Sendung „Soko Wismar“ bekannt vorkommen. Zumindest das letzte Foto: Hier fahren im Film stets die Streifenwagen ein und aus..

2 Kommentare zu „mystica musica

  1. Tolle Aufnahme! Unauffälliger geht´s ja für eine Detektei kaum und gerade erwas über 100 Jahre später sind (Regenbogen)Streifen bei MeckPomm´s Streifenwagen total „In“. 🤣🤣

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