F.F.

„Frohe Fingsde. lauteten für uns Frankforder Bube damals die Wünsche zu Beginn der Pfingstferientage.

Das am wenigsten erklärbare Kirchenfest hat zwar die Entsendung eines Heiligen Geistes an die Jünger zum Inhalt, angekommen ist der aber offensichtlich nur bei wenigen Auserwählten. Ich gehöre nicht dazu und das war wohl auch seinerzeit der Grund für meinen Kirchenaustritt..

Es geht, nach meiner Auffassung, bei diesem hochrangigen Kirchenfest, eigentlich um die Gründung der Kirche. Und da kommen gleich die Fragen: Welcher Kirche? Nicht zuletzt durch einen ketzerischen Mönch, haben wird ja inzwischen eine Inflation von Kirchen- und Glaubensgemeinschaften. Am besten gründet Jeder der sich unverstanden fühlt, mit sich selbst und anderen nicht zurechtkommt und dem die Kirchenregeln, mit überlieferter fast 2.000 jähriger Tradition nicht passen, seine eigene Kirche. Dann wird die Welt auch wieder friedlicher. Und die aufgehängten Fahnen der Kirchen bleiben gelb/weiß (oder lila/weiß?).

Welcher Geist ist jetzt der Richtige?

Die Geschichtet des Pfingstfestes ist ja eine ganz besondere. Da wurde nämlich nach Ostern erst einmal 50 (!) Tage gefeiert. So steht es jedenfalls in der Epistula Apostolorum (aus dem 2. Jahrhundert) und der Mailänder Bischoff Ambrosius, ein römischer Politiker und Kirchenlehrer, meinte diese 50 Tage wären wie ein einziger Sonntag.. Das war allerdings nur noch im 3. Jahrhundert so. Hätte der Brauch Bestand gehabt, ich hätte meine Einstellung zum Klerus bestimmt überdacht.

Von den 50 Tagen sind zwei freie Tage geblieben, der Sonntag natürlich und völlig überflüssig, auch der Pfingstmontag.. Für den erhärtet sich der Verdacht, dass der heruntergestiegene Geist ausgedehnt wird um den Heiligen Glauben zu verfestigen. Ansonsten gibt es eigentlich in der Kirchengeschichte gar keinen so wichtigen Grund um einen freien Tag von den Arbeitgebern zu verlangen. Mag sein, dass hier die Gewerkschaften ein bisschen nachgeholfen haben oder sich ein neu erfundener „Tag der Ökumene“ richtig gut liest..

SCHÖNE FEIERTAGE ! und für alle, die den zu uns geschickten Geist noch nicht in sich spüren: immer daran denken: Getrost! Was krumm, wird oft auch grad` -oft über Nacht kam guter Rat. (Eduard Mörike 1804-1875)

5 Kommentare zu „F.F.

  1. Siehst du. Wir haben in der Familie noch die besondere Konstellation, dass wir Eltern in der Schweiz vom Arbeitgeber Feiertag haben, aber unsere Kinder hier in Italien die Schule müssen. Als sie noch in Kindergarten/Krippe waren, nutzen wir dieses lange WE oft für ein Familientreffen auf halber Strecke: Dresden/Berlin und wir trafen uns im Allgäu. Lang ists her 😪

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  2. Der Heilige Geist ist bestimmt auch nach Italien gekommen. Da hat der Tag vielleicht einen anderen Namen, z.B. Bauskandal zu Babel (im Gegensatz zu BER wurde der Turm nie fertig) oder Tag der Sprachverwirrungen (gab noch keine Übersetzumgs App).😊 Pfingsten gehört wie Weihnachten und Ostern zu den höchsten Kirchenfesten der Katholiken. Das hat bestimmt auch der Abteilungsleiter in Rom zelebriert.
    Ansonsten, schrecklich, was heute Bei Stresa passierte.. 😪

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  3. Was für ein Fest? Pentecoste (Pfingsten) gibt es im katholischen Italien nicht als Feiertag. Scheinbar kirchlich nicht wichtig (genug), muss andere Gründe bei euch haben. 😉

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