Die Ohnmacht hält an

Es war ein kurzer Besuch, gestern in Wismar. In der Hafenstadt, in der einer der bedeuteten Regisseure der Stummfilmzeiten, Friedrich Wilhelm Murnau (das war der angenommene Künstlername des Herrn Pumpe aus Kassel), seinen Horrorfilm drehte. „Eine echte Symphonie des Grauens“, war der Untertitel. Eher, für mich, so eine Art Dracula. Mit seinem künstlerischen Auge sah er wohl damals schon in die Zukunft. Auch wenn seine eigene abrupt an einem Telegraphenmast endete. Etwas vulgär und „klassengerecht“ im (gemieteten) Rolls Royce.. Sein 14 jähriger Lover war eben doch noch nicht in der Lage so ein Gefährt sicher zu bedienen (oder, wie man lesen kann, anderweitig beschäftigt..). Murnaus Leichnam wurde nach Deutschland überführt und in Anwesenheit von 11 Personen auf einem Friedhof in Stahnsdorf bestattet, das Grab sogar als Ehrengrab der Stadt Berlin gewidmet. Im Juli 2015 wurde makaber und fast in Anlehnung an das Kunstwerk, die ewige Ruhe des Filmemachers von Grabräubern gestört und der einbalsamierte Kopf Murnaus gestohlen. Trotz ausgesetzter Belohnung durch einen Schauspieler blieb (nach meinem Wissen) der Kopf verschollen. Ob sich der Künstler über diese „Ehre“ gefreut hätte wird uns verborgen bleiben.

Aus den Bildern aus meinem Beitrag „Weihnacht 2020, Wismar“ habe ich nur das mittlere ausgetauscht. Um zu zeigen, dass sich seither nichts geändert hat.

Wie denn auch, bei d e n Managern der Krise. Wenn jugendliche Seiteneinsteiger vom Bankwesen in das Gesundheitswesen wechseln, ist eigentlich ja der crash schon vorprogrammiert. Wer jung ist, muss sich doch zunächst einmal um seine eigenen Pfründe kümmern. In diesem Fall hätte jedoch der derzeitige Fachminister in einem anderen Ressort noch viel mehr für seine eigenen Bedürfnisse erreichen können. Missverstanden hat er meiner Meinung nach, dass er mit eigenmächtiger Selektierung, nicht der Herr über Leben und Tod ist und keine Lizenz zum Töten besitzt – übrigens auch nicht eine obskure giftgrüne, Provinzgrösse aus Stuttgart.

Verachtenswert auch jegliche, gegen sinnvolle Auflagen aufschreienden und die Straßen blockierenden, „Querköpfe“, die sich als Mob der Straße dann noch mit der Bezeichnung „Denker“ schmücken. Diese Brut hat ja mit nichts einen Vertrag. Und von Medizin so viel Ahnung, als ich von Ackerbau und Viehzucht. Auch die stets gewaltbereite sog. Linke ist für mich eine, fast der Pandemie ähnliche, Seuche. Voller Polemik und ohne eigene Substanz, eine deren Frontfrauen hat das bei ihrem Auftritt bei Lanz ja gerade wieder bestätigt.

Wann bitte, lässt „der da Oben, wenn´s ihn denn gibt“. endlich Hirn regnen. Auch über sein eigens Personal bitte (mit dem er bekanntlich eh ´ nicht immer ein glückliches Händchen hatte). Da wollen in seltsamer Einigkeit und zunächst auch verständlicherweise, „zufällig“ beide christlichen Konfessionsmanager, aus Angst um entgangene Kollekte- Einnahmen, eine Öffnung der Kirchen an den Feiertagen. Geht´s noch? Des schnöden Mammons Willen den eigentlichen Auftrag vergessen: Ihr sollt Euere Schäfchen hüten und nicht dem Verderben preisgeben..

Man könnte gerade meinen, alles was uns noch bleibt, sind Beschwerdebriefe nach ganz Oben oder der Griff nach einer Dosis Pentoborbithal Natrium – Letzteres geht aber auch nicht, da der Herr Minister immer noch meint, es nicht genehmigen zu müssen. Vielleicht, weil er sich im seinem Größenwahn doch noch als Herr über Leben und Tod fühlt. Oder weil bisher noch keiner seiner Parteigenossen (sorry, bei der schwarzen Clique heißt das ja „Parteifreunde“) ein echtes und allseits lukratives Provisionsgeschäft gewittert hat.

Hinweis: Ich weiß selbst, dass es das letztgenannte Mittel nur in flüssiger Form gibt (derzeit€ 250,–, im Direkt Import, daher provisionsfrei) und hier von der Regierung noch verboten ist (ein Verwaltungsgericht war da aber schon anderer Meinung). Meine Zeilen sollen weder als Empfehlung, noch als Beihilfe zum suizid betrachtet werden.

Ein, offen gesagt, auch von mir nicht befolgter, Trost könnte für Viele ein Blick in einen Bestseller der Weltliteratur sein (Adobe hat geholfen dies etwas symbolhafter darzustellen). Steht aber auch bei uns nur zur Deko im Regal..

2 Kommentare zu „Die Ohnmacht hält an

  1. Stimmt, aber dafür ist der Spahn nun wirklich nicht verantwortlich. Das ist immer noch Chef Sache – von dem „ganz Oben“ (und nicht etwa von Klima-Gretel & Co)..

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