Alt Meteln, unbekannt

Ich gehe einmal ganz dreist davon aus, dass die wenigsten Leute das von mir heute vorgestellte 1150 Einwohner Dorf kennen. Verständlich, MeckPomm hat eben zu viele reizvolle Orte und um die alle kennenzulernen reichen noch nicht einmal mehrere Urlaube. Da muss man schon hierher ziehen.

Urkundlich erwähnt wird das Dorf bereits 1284, da nahm der Schweriner Graf Helmhold vom Schweriner Bischof mehrere Dörfer zu Lehen. Das bedeutet, dass das Dorf „Metele“ (ursprünglicher Name, vermutlich von Eroberern aus dem Münsterland verliehen) schon länger Bestand hatte und sich die Kirche, in frommer Missionierung, bereits ein Stück vom Kuchen der Arbeitskraft seiner Bewohner schenken ließ. Die Einen beteten und die Anderen arbeiteten. Damals schon.

Der Dreißigjährige Krieg veränderte bekanntlich so Einiges und gerade hier wohl recht viel. Viele Höfe lagen wüst, waren also aufgegeben. Erst als wieder einige Höfe bewirtschaftet wurden, ein Schmied sich ansiedelte und auch endlich eine Kneipe (Dorfkrug) aufmachte, kam wieder Leben ins Dorf.

Überlebt hat über all die Jahre die Dorfkirche, eine im hier üblichen Stil erbaute gotische Backsteinkirche (Backsteingotik) aus dem 14. Jhd. mit einem externen hölzernen Glockenstuhl.

Nach Corona und falls überhaupt außerhalb der Messen wieder zugänglich, möchte ich gerne einmal auch das Innere betrachten. Ist nicht weit weg von unserem neuen Wohnort und vielleicht Ziel eines Radausflugs. Aber nur wenn dann auch eine Kneipe offen hat.

Alt Meteln, sehr bekannt

und zwar in Kreisen der Musikkenner.

Das hier ansässige PIANO-HAUS des Klavierbaumeisters Matthias KUNZE, ein Fachgeschäft für Flügel, Pianos, Cembali u.a. (vor denen ich selbst überhaupt keine Ahnung habe), ist weit über die Landesgrenzen bei Konzertveranstaltern und Künstlern höchst angesehen.

Mit seinen Steinway Konzert Flügeln ist man z.B. Partner der Festspiele MecklenburgVorpommern und des Usedomer Musikfestivals. Man sorgt für den guten Ton und anlässlich eines Besuches vor einiger Zeit, erfuhr ich, dass sogar der Altkanzler Schmidt einst in Hamburg auf einem, von Kunze gestimmten, Steinway Flügel in die Tasten griff. Und Justus Frantz ´s Verbindung mit dem Hause Kunz, versteht sich von selbst. Es gibt nur Wenige, die so ein exklusives Handwerk beherrschen und von der Steinway Academie für so gut befunden werden, um an ihre Produkte Hand anlegen zu dürfen.

Aber es muss nicht unbedingt Steinway sein – auch Normalbürger sind hier bestimmt gut beraten. Vermute ich, denn Ahnung habe ich von Musik so gut wie keine. Ich höre, bzw.. konsumiere einfach was mir gefällt. Gefallen haben mir damals die Erklärungen des Inhabers, die auch für Leute wie mich verständlich waren. Und dazu gab es sogar eine Klang Kostprobe. Ein Dank dem freundlichen Inhaber und auf ein Wiedersehen bei der nächsten RadKunst Tour!

13 Kommentare zu „Alt Meteln, unbekannt

  1. Es sind ja die kleinen, oft liebevoll aufgehuebschte, Orte, die zum Besuch (nicht nur in MeckPomm) einladen. Die Haupt Touristenziele werden üblicherweise „konsumiert“, links und rechts der Autobahn nichts wahrgenommen..

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  2. Die Wege des Herrn lassen einen wirklich manchmal zweifeln. Die Wege der Kirchen Frontmaenner dagegen sind voller Lust an Selbstzerstörung.😇 Ansonsten, Schöner Zeitungs Artikel. Zeigt, was die Nordlichter uns Hessen (war ja 72 Jahre meine Heimat) zu verdanken haben. 😊

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  3. Die Bauten sind faszinierende, das Personal nicht immer so wie „der da Oben“ es sich vielleicht vorgestellt hat. Da sollte er sich an der Kanzlerin ein Beispiel nehmen und auch ‚mal eine seiner Ideen zurücknehme oder besser das Ensemble umzusetzen. Ansonsten ist das Klima in unserem schönen MeckPomm für ein paar Stunden ausreichend holzfreundlich. Falls nicht werden die Exponate eben nach SWH verkauft. Zu dessen Musik Festival. Auch andere Nordsee Anreiner dürfen auf die Warteliste. Und Bremen könnte seine eigenen Musikanten neu ausstaffieren..

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  4. Mit Kirchen hast Du es aber, oder? 🙂 🙂

    Schöner Beitrag, wobei man MeckPommern vielleicht auch einmal sagen sollte, dass Klaviere auf der Straße nicht unbedingt die Klangqualität erweitern, denn Staub,Nässe,Sonne sind nicht gerade das, was Holz so gerne hat.. 🙂

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